Grüner Initiativantrag zu uranfreiem Mineralwasser für Säuglinge

Hradecsni: "Parlament muss Gesundheitsgefahr vorbeugen"

Wien (OTS) - Die Grünen haben heute einen Initiativantrag im Parlament eingebracht, der erstmals Grenzwerte für das Schermetall Uran in Mineralwasser für Säuglingsnahrung vorsieht. "Uran ist, wie andere Schwermetalle ab bestimmten Konzentrationen giftig und in Österreich gibt es dazu keinen Grenzwert", erklärte die Konsumentensprecherin der Grünen, Bettina Hradecsni, dazu. Die Weltgesundheitsorganisation geht davon aus, dass Urangehalte im Trinkwasser für Erwachsene bis 15 Mikrogramm tolerierbar sind, in Deutschland wurde jüngst ein Grenzwert für Säuglingsprodukte von 2 Mikrogramm eingeführt. Eine Untersuchung des Vereins für Konsumenteninformation hat dazu ergeben, dass zahlreiche Babywässer in Österreich diesen Grenzwert überschreiten.

Für Hradecsni ist dies Beweis genug, dass es auch in Österreich einen gesetzlichen Grenzwert braucht. "Mit unserem Initiativantrag wollen wir für verträgliche Grenzwerte sorgen. Wir setzen bei diesem Vorstoß auf die Verantwortung der anderen Parteien für die Gesundheit der österreichischen Bevölkerung. Ein Grenzwert für Uran in Säuglingsnahrung ist nach den jüngsten Untersuchungen dringend geboten", erklärte Hradecsni.

Uran - Uran ist ein auf der Erde weit verbreitetes giftiges und radioaktives Schwermetall. Uranverbindungen können daher natürlicher Bestandteil von Gesteinen und Mineralien sowie von Wasser, Boden und Luft sein. Uran kann, wenn der Körper größere Mengen davon aufnimmt auch die Funktion der Nieren beeinträchtigen. Der Mensch und insbesondere Säuglinge sollten daher so wenig Uran wie möglich aufnehmen.

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