GRAS: Abschaffung der Studiengebühren statt staatliche Dumpinglöhne

Das Sozialdienstmodell ist inakzeptabel und bringt in keinster Weise Verbesserungen für Studierende und SchülerInnen

Wien (OTS) - "Alles, was die SPÖ bisher den Studierenden versprochen hat, war die Unwahrheit", so kommentiert die Spitzenkandidatin der Grünen und Alternativen StudentInnen (GRAS) Fanny Rasul das heute von Wissenschaftsminister Hahn vorgestellte Modell. Keine Verbesserung für Studierende, staatlicher Dumpinglohn und keine arbeitsrechtliche Absicherung - so das erste Resümee der GRAS. "Die ÖH wurde in die Arbeitsgruppe zum Sozialdienstmodell nicht eingebunden - was herausgekommen ist, ist eine Frechheit", so Rasul. 80 Prozent
der Studierenden müssen ohnehin neben dem Studium arbeiten um sich ihr Studium zu finanzieren.

"Das Modell bringt keine Verbesserungen: Weder werden bestehende ehrenamtliche Leistungen oder die Pflege von Angehörigen honoriert, noch eröffnet das Modell mehr Möglichkeiten für am Arbeitsmarkt diskriminierte ausländische Studierende" kritisiert Rasul das ‚Mentoringmodell’. "Es ist mehr als unverantwortlich, kurzfristig ausgebildete Studierende auf lernschwache SchülerInnen los zu lassen. Nicht das Sozialdienstmodell, sondern die Einführung einer Gesamtschule kann die Ungleichheiten im Bildungssystem bekämpfen", so Rasul.

"Das Modell ist dafür konzipiert, dem Staat Kosten für Integrationsarbeit zu sparen, die Studierenden werden ausgebeutet, prekär beschäftigt und müssten zudem unbezahlte Einschulungen absolvieren. Dieses Modell ist eine Verhöhnung der Studierenden", meint Rasul." "Für die GRAS ist das Sozialdienstmodell inakzeptabel. Wir fordern alle Studierenden auf dieses Modell zu boykottieren", schließt Rasul.

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