Dörfler plant Anschlag auf die Brieftaschen der Kurz-Pendler

Landesrat Rohr kritisiert fehlendes Verkehrskonzept

Klagenfurt (SP-KTN) - Als einen Anschlag auf die Brieftaschen der Kärntner Pendler, kritisierte LR Reinhart Rohr heute den Vorschlag von LR Gerhard Dörfler, geförderte Kurzdistanzen abzuschaffen. "Es kann nicht sein, dass die Autofahrer jetzt die Rechnung für die Versäumnisse des Herrn Dörfler zahlen müssen" so Rohr, der die fehlenden Lösungen in der Nahverkehrs- und Pendlerpolitik des Verkehrsreferenten kritisierte.

Laut einer Studie des Verkehrsclubs Österreich (VCÖ) sei der Pendleranteil in Kärnten im Zeitraum zwischen 1991 und 2001 um mehr als 30% gestiegen. Der Anteil der Autopendler liege bei 80 Prozent. Hingegen sei der Anteil am öffentlichen Verkehr seit dem Jahr 1991 um rund zehn Prozent von 20 auf zwölf Prozent gesunken, sagte Rohr. Wie Rohr betonte, habe Dörfler in seiner bisherigen Amtszeit völlig auf eine strategische wie finanzielle Schwerpunktsetzung im öffentlichen Nahverkehr vergessen. Büßen sollen das nun die arbeitenden Menschen in Kärnten mit zusätzlichen Belastungen. Dörfler gebe das Geld im Verkehrsressort anscheinend lieber für orange PR- Aktionen aus als für den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, kritisierte Rohr. Daher brauche sich Dörfler nun auch nicht über die hohe Einpendlerrate mittels Individualverkehr in die Landeshauptstadt wundern. Nur ein attraktives Angebot könne ein Umsteigen vom Individual- auf den öffentlichen Verkehr herbeiführen, sagte Rohr. (Schluss)

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