ÖGB-Csörgits: Auch Teilzeitarbeit ist vollwertige Arbeit

Sozialpartner-Einigung bremst Zerlegung von Vollzeitplätzen in Teilzeitjobs

Wien (ÖGB) - "Mit der Sozialpartner-Einigung auf Mehrarbeitszuschläge für Teilzeitbeschäftigte ist endlich klargestellt, dass auch Teilzeitarbeit vollwertige Arbeit ist", begrüßt ÖGB-Frauenvorsitzende Renate Csörgits das heute, Donnerstag, von ÖGB und WKÖ präsentierte Arbeitszeit-Paket. "Die meisten Teilzeitbeschäftigten sind Frauen. Die Mehrarbeitszeit-Zuschläge bedeuten für sie gerechtere Entlohnung und besser planbare Arbeitszeiten", so Csörgits.++++

Gerade die Teilzeitbeschäftigten sind bisher die Leidtragenden der so genannten "Flexibilisierung" nach Art der Unternehmen. Csörgits:
"Sie sind oft unfreiwillig zu gering bezahlter Teilzeitarbeit verdammt, weil Unternehmen gar nichts anderes mehr anbieten, oder wegen fehlender Kinderbetreuungseinrichtungen." Im Jahr 2006 lag die Teilzeitquote bei den Frauen bei über 40 Prozent - im Vergleich zu 6,5 Prozent bei den Männern.

Ein Zuschlag für Teilzeitkräfte wird die flexibel eingesetzte Teilzeitarbeit deutlich verteuern und damit den Anreiz für die Zerlegung von Vollzeitarbeit in Teilzeitarbeit verringern. Damit wird die Unsitte eingeschränkt, dass Arbeitgeber von vornherein ein zu geringes Teilzeitausmaß vereinbaren und dann ständig große Mengen von Mehrarbeit leisten lassen. Nach dem Sozialpartnervorschlag werden auch Teilzeit beschäftigte Frauen Arbeits- und Freizeit besser planen können. "Ein Schritt, der Arbeit und Familie leichter vereinbar macht", so die Vorsitzende der ÖGB-Frauen.(fk)

ÖGB, 3. Mai 2007
Nr. 289

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