Niederwieser zu Refundierungsmodell: "Ein interessanter Beamtenentwurf - jetzt ist die Politik am Zug"

Wien (SK) - Als "interessanten Beamtenentwurf" bezeichnet SPÖ-Bildungssprecher Erwin Niederwieser die heute vorgestellten Überlegungen für eine "Refundierung der Studienbeiträge". Allerdings gebe es einige Aspekte, die noch diskutiert werden müssten. "Das fängt schon bei der Refundierung an. Wofür soll es gut sein, zuerst zu zahlen und dann den Betrag wieder refundiert zu bekommen? Das freut nur die Banken und bedeutet Verwaltungsaufwand. Wer Nachhilfestunden leistet oder als Tutor in der Studienberatung aktiv ist, soll das auch im Voraus machen können und keine Gebühr einzahlen müssen", so Niederwieser. ****

Für den SPÖ-Bildungssprecher ist auch die Liste der Schulen nicht akzeptabel: "Ich kann mir nicht vorstellen, wie die ÖVP den Ausschluss der Polytechnischen Schulen und der BerufsschülerInnen und Lehrlinge rechtfertigt. Da gibt es z.B. Studierende an den Pädagogischen Hochschulen, die sich auf die Arbeit als BerufsschullehrerIn vorbereiten aber Nachhilfe für BerufsschülerInnen dürfen sie nicht leisten, obwohl PISA gerade dort den größten Bedarf zeigt!" Niederwieser verweist in diesem Zusammenhang auf ein Modell der AK Tirol, das der Kommission mitgeteilt und von dieser offensichtlich ignoriert wurde.

Den Start des Projekts würde Niederwieser lieber früher sehen als erst ab dem Studienjahr 2008/2009. "In dieser Form werden die Autoren der Beamtenstudie der Idee von Gusenbauer und Schüssel nicht gerecht. Ich habe das von Anfang an als eine Möglichkeit gesehen, gesellschaftliche Solidarität in nützlichen Tätigkeiten zu zeigen und es gab von allen Seiten nicht nur Kritik sondern auch jede Menge konstruktiver Vorschläge. Davon ist bislang kaum was übrig geblieben." (Schluss) js

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