VP-Tschirf: Wiener SPÖ versetzt Landstraßer Markthalle den Todesstoss

Wien (VP-Klub) - Am kommenden Montag steht "zum Zweck der Schließung der Landstraßer Markthalle" die Ermächtigung zur Freimachung der Fläche und des Verkaufs an die BAI Bauträgergesellschaft auf der Tagesordnung im Wohnbauausschuss des Wiener Gemeinderates. "Es ist davon auszugehen, dass die SPÖ -voraussichtlich gemeinsam mit den Stimmen der FPÖ - allen Widerständen zum Trotz diesen Beschluss mit ihrer Mehrheit durchdrücken und damit das endgültige Aus für Wiens älteste Markthalle besiegeln wird", prognostiziert ÖVP Wien Klubobmann LAbg. Matthias Tschirf.

"Ohne Rücksicht auf die Konsumenten und Standler soll dieses wichtige Nahversorgungszentrum einfach zugesperrt werden. Die SPÖ, die bis vor noch nicht allzu langer Zeit den Weiterbestand des Marktes garantiert hat, ist damit nicht nur wortbrüchig geworden, sie beweist mit ihrem Vorhaben einmal mehr ihre D’rüberfahrmentalität. Das ’Wir san wir’-Prinzip wird ohne Rücksicht auf den Willen zahlreicher Wienerinnen und Wiener einfach durchgezogen", so Tschirfs heftige Kritik.

Sanierung wäre billiger als Absiedlung

Eine Sanierung des Marktes, den die SPÖ offenbar schon in der Absicht ihn schließen zu können, jahrelang verlottern hat lassen, würde rund 9 Millionen Euro kosten. Jetzt werden für die Absiedlung der Marktstandler knappe 11 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. "Es ist eine Milchmädchenrechnung, festzustellen, welche Lösung den Wiener SteuerzahlerInnen billiger käme", meint Tschirf. Zudem sei zu erwarten, dass eine sanierte Markthalle zusätzliche Kunden anziehen würde und in Folge auch positiv bilanzieren könnte.

"Ein gesichtsloser Einheitssupermarkt, wie er im neuen Zentrum Wien Mitte geplant ist, wird diese bis jetzt am Landstraßer Markt gebotene Vielfalt nicht ersetzen können. Mit der Schließung des Marktes raubt die Wiener SPÖ der Stadt Wien einen weiteren Teil ihres Flairs und ihrer Identität. Noch wären einige Tage Zeit zum Umdenken", so der Appell des Wiener ÖVP Klubobmannes in Richtung Stadtregierung.

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