Jerusalem: Rassismus-Vorwurf konnte von ÖVP nicht entkräftet werden

Grüne Wien wollen "Gesamtschule der Chancengerechtigkeit"

Wien (OTS) - "Die Tatsache, dass sich die Bildungssprecherin der ÖVP, Stadträtin Cortolezis-Schlager über meine Kritik, die ÖVP wandle auf den Spuren des Rassismus, empört gezeigt hat, nehme ich gerne zur Kenntnis", stellt die Gemeinderätin der Grünen Wien, Susanne Jerusalem fest. Empörung sei aber kein sachliches Gegenargument. Die ÖVP täte gut daran, sich inhaltlich mit dem Vorwurf auseinander zu setzen, so Jerusalem.

Alle 10 - 14 jährigen Schülerinnen und Schüler würden nach demselben Lehrplan unterrichtet, die Trennung in HauptschülerInnen und AHS-SchülerInnen erfolge ausschließlich entlang biologischer Merkmale. Diesmal gehe es eben nicht um die schwarze oder weiße Hautfarbe oder blaue Augen und blonde Haare sondern um "angebliche Intelligenz", die noch dazu mit komplett untauglichen Ziffernnoten gemessen würden. "Ich bezeichne diese Vorgangsweise als rassistisch", stellt Jerusalem fest, die aber hinzufügt, sofort zu einer Entschuldigung bereit zu sein, für den Fall, dass die ÖVP mit den Mitteln der Vernunft ein intelligentes Gegenargument zustandebringe.

Im übrigen zeigt sich Jerusalem zutiefst enttäuscht davon, dass die neue SP-Unterrichtsministerin Schmied nunmehr einen gänzlichen Rückzieher in Sachen Gesamtschule gemacht habe und nur noch irgendwelche nicht näher konkretisierten pädagogischen Konzepte testen wolle. Da sei es auch kein Trost, dass diese Versuche wissenschaftlich begleitet würden, so Jerusalem, "die hinterwäldlerischen Argumente der ÖVP werden nur noch vom strategischen Ungeschick der SPÖ übertroffen".

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