Kickl: ORF-Einladungspolitik verhöhnt Entführungsopfer

RAF-Belangssendung "Extrazimmer" ist unfassbare Geschmacklosigkeit auf Kosten der Gebührenzahler

Wien (OTS) - "Die Einladung eines Linksterroristen in die ORF-Sendung 'Extrazimmer' ist eine unfassbare Verhöhnung von Terrorismusopfern, ihren Angehörigen und dem Rechtsstaat an sich", stellte heute FPÖ-Generalsekretär NAbg. Herbert Kickl fest. Das der RAF-Aktivist Reinhard Pitsch, 53, Mitentführer des Textil-Industriellen Walter Palmers am 9.11.1977 im Rahmen einer Geldbeschaffungsaktion für die damals mit der RAF kooperierenden "Bewegung 2. Juni", im Fernsehen klarstelle, das Entführungsopfer hätte bei einer Verweigerung des Lösegelds am besten "erschossen" werden sollen, sei ein absoluter moralischer Tiefpunkt in der ORF-Geschichte. Der ORF habe im Rahmen der Quotenjagd offenbar jegliche Werteverpflichtung über Bord geworfen. Die FPÖ sage dagegen klipp und klar, dass im österreichischen Rundfunk kein Platz für Terrorismus-Nostalgiker, egal aus welcher ideologischen Nische, sein dürfe, erklärte Kickl.

Hier könne man auch sehen, dass das Gerede der SPÖ und der Grünen in Sachen Schutz von Verbrechensopfern sowie gegen Gewalt nur Lippenbekenntnisse seien, wenn es um linke "Gesinnungsgenossen" gehe, so Kickl. Man könne sich nur fragen, wie etwa die Sozialdemokratie heute zu so einem derart beschämenden Auftritt gestanden wäre, wenn damals, wie von Pitsch in der Sendung bekannt, Bruno Kreisky entführt worden wäre. "Wenn das ein Teil der vielgepriesenen neuen ORF-Reform ist, dann Gute Nacht öffentlich-rechtlicher Rundfunk in Österreich", schloss Kickl.

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