VP-Stenzel: Alkoholprobleme werden bagatellisiert

Immer Jüngere neigen zum ’Komasaufen’ - Maßnahmen zum Schutz erforderlich

Wien (Innere Stadt) - Ein Alkoholverbot auf besonders betroffenen Plätzen, Straßen, Passagen und Parks in der City ist im Interesse von Jugendlichen, Tourismus, Gastronomie und insbesondere Anrainern sinnvoll. Dies erklärte heute die Bezirksvorsteherin der Inneren Stadt, Ursula Stenzel. Da die Innere Stadt so klein ist, seien Abgrenzungen zwischen den einzelnen Bereichen kaum machbar - sodass ein "Alkoholverbot im öffentlichen Raum" in der gesamten City eine logische Konsequenz wäre. Konsumationen in Lokalen, Gastgärten, bei Würstel-Ständen und bei Events im öffentlichen Raum seien davon ausgenommen.

Unmittelbarer Anlass für die jüngste Debatte bzw. Initiative für ein Alkoholverbot im öffentlichen Raum war das brutale Niederschlagen einer Frau im Rudolfsplatzviertel, die von betrunkenen Jugendlichen krankenhausreif geprügelt wurde.

Politik kann ergänzen, nicht ersetzen

Allen verantwortungsbewussten Politikerinnen und Politikern ist klar, dass viele Maßnahmen erforderlich sind, um das Problem des zunehmenden jugendlichen Alkoholismus zu entschärfen. "Ein Politiker kann weder einen Arzt, noch einen Therapeuten oder die Familie ersetzen. Er kann aber auf die Einhaltung des Jugendschutzes in Lokalen, verschärfte Polizeikontrollen in Problemvierteln, Verkürzung der Sperrstunden bei Problemlokalen bis hin zum Konzessionsentzug bei permanenten Verstößen gegen den Jugendschutz und Werbung mit Alko-Meterware drängen. Genauso problematisch sind Tankstellen, die am Rande von Vergnügungsvierteln ihre Haupteinnahmequelle im Verkauf von Alkohol sehen", betonte Bezirksvorsteherin Stenzel. "Hier ist die Politik natürlich gefordert!"

SPÖ im Zwiespalt

Bezirksvorsteherin Stenzel begrüßt, dass Vizebürgermeisterin Laska auch Aufklärungsarbeit für Jugendliche und schärfere Kontrollen des Jugendschutzgesetzes wünscht. Die Jugendanwaltschaft hätte schon längst Gelegenheit gehabt, gemeinsam mit Polizei und Wirtschaftskammer gegen die "schwarzen Schafe" in der Gastronomie vorzugehen. Bisher hat man immer leidende Bewohnerinnen und Bewohner dazu gezwungen, sich der mühevollen Prozedur von Anzeigen gegen gewissenlose Lokalbesitzer zu unterziehen.

Andere Bürgermeister, andere Sitten

Forderungen nach verstärktem Jugendschutz und Kontrollen, sowie einem Alkoholverbot im öffentlichen Raum in der City eignen sich nicht zur Diffamierung oder zum ins Lächerliche ziehen, nur weil eine bürgerliche Politikerin, die an der Spitze des 1. Bezirks steht, die Forderung nach verstärkten Maßnahmen erhebt. In Salzburg, Wiener Neustadt und Velden sind es sehr wohl SPÖ-Bürgermeister, die Alkoholverbote im öffentlichen Raum - zum Schutz der Jugendlichen und der Bewohnerinnen und Bewohner - erlassen und exekutieren. "Bisher habe ich von keinem ÖVP-Politiker gehört, der diese Maßnahme ins Lächerliche gezogen hätte."

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