NÖ Hilfswerk fordert Vernetzung von Gesundheitsdaten auf freiwilliger Basis

Präsident Strasser: "E-Card und Elektronischer Gesundheitsakt vermeiden kostspielige und zeitraubende Doppelgleisigkeiten"

St. Pölten (OTS) - "Krankengeschichten und Befunde durch E-Card
und Elektronischen Gesundheitsakt sollten all jenen Stellen zugängig sein, die diese Unterlagen benötigen", so Dr. Ernst Strasser, Präsident des NÖ Hilfswerks, in einem Brief an Frau Gesundheitsminister Dr. Andrea Kdolsky. "Und dazu gehören für uns das Krankenhaus, der Arzt, die Krankenkassen, Rehabilitationszentren, aber auch das Pflegeheim und mobile Träger wie das Hilfswerk!" Voraussetzung dazu sollte bis zur Zustimmung der Datenschutzkommissionen die persönliche Zustimmung des Patienten sein.

Sobald die auf der E-Card oder einem elektronischen Gesundheitsakt gesammelten Daten - mit Zustimmung des Patienten - für Institutionen des Gesundheits- und Sozialwesens einsehbar sind und so für die weitere Behandlung und Betreuung genutzt werden können, können Doppelgleisigkeiten, Mehrfachuntersuchungen und lange Wege für den Patienten vermieden werden. Diese belasten das System und den kranken, pflegebedürftigen Menschen gleichermaßen. Das NÖ Hilfswerk fordert daher im Sinne einer integrierten Versorgung die Vernetzung der vorhandenen Gesundheitsdaten auf freiwilliger Basis.

"Derzeit werden so viele Untersuchungen und Tests doppelt und dreifach gemacht - das ist belastend, kostspielig und einfach unnötig", betont Strasser. "Für den Patienten bedeutet es eine wesentliche Erleichterung, wenn er nicht fünfmal zum Röntgen geschickt wird und seine Befunde hin und her tragen muss. Er kann schneller und effektiver behandelt werden, und Untersuchungen werden nur dann gemacht, wenn sie auch notwendig sind. Warten wir doch nicht auf ein verpflichtendes Modell, das selbstredend allen Datenschutzbestimmungen zu genügen hat, sondern schaffen wir sofort ein durchgängiges, kostensparendes und patientenfreundliches System auf freiwilliger Basis!" Auch der geplante Elektronische Gesundheitsakt solle in Folge für alle beteiligten Institutionen verwendbar sein.

Die massiven Einsparungspotenziale dürften auch im Interesse der Versicherungsträger sein, so Strasser abschließend: "Ich lade die Krankenkassen ausdrücklich ein, dieses Anliegen mit uns gemeinsam zu unterstützen."

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