Tourismus-Tag 2007: Viel Teilzeit, wenig Geld

AKNÖ-Vizepräsident Kermer fordert Verbesserungen für die Beschäftigten

Wien (OTS) - "Während die Tourismus-Branche Jahr für Jahr Rekord-Ergebnisse vermeldet, sieht die Situation für die Beschäftigten weniger rosig aus", sagt der AKNÖ-Vizepräsident und Landessekretär der Gewerkschaft vida, Alfred Kermer, anlässlich des für 4. Mai ausgerufenen Österreichischen Tourismus-Tages. Der Grund:
Lohndumping als offensichtliche Folge des hohen Anteils an Teilzeit-und Saisonarbeitsplätzen.

Laut einer aktuellen WIFO-Studie erwirtschaftet der Tourismus rund 9 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Im Jahr 2005 bedeutete dies in absoluten Zahlen 21,56 Milliarden Euro: "Bei so einer Wertschöpfung ist es legitim, den Beschäftigten im Tourismus auch die entsprechende Wertschätzung entgegen zu bringen", fordert Kermer zum einen das strikte Einhalten des Arbeitsrechts speziell bei den Teilzeitbeschäftigten, zum anderen aber auch eine bessere Entlohnung ein. Der AKNÖ-Vizepräsident bezieht sich dabei auf die jüngste Einkommensanalyse der Niederösterreichischen Arbeiterkammer: Demnach liegt das mittlere Einkommen im Tourismus mit 1.054 Euro brutto um fast 40 Prozent unter dem üblichen Branchendurchschnitt Niederösterreichs. Kermer: "Das heißt, dass die Beschäftigten durchschnittlich für 862 netto monatlich arbeiten. Eine Familie zu erhalten ist so unmöglich, von der für die wirtschaftliche Konjunktur so wichtige Kaufkraft gar nicht zu sprechen." Ein bei diesem Lohnniveau schwacher Trost: Während die Einkommensschere in den meisten Branchen weit auseinander klafft, ist der Einkommensvorsprung der Männer gegenüber Frauen im Tourismus verschwindend gering.

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