Allianz regt Helmpflicht für junge Radler an

Kinder-Radstürze: 85% der Kopfverletzungen wären vermeidbar

Wien (OTS) - 6.000 Kinder unter 14 Jahren verunglücken in Österreich jährlich mit dem Fahrrad. Mit rund 38% sind Kopfverletzungen die häufigste Folge von Fahrradunfällen. Die Allianz fordert deshalb die Einführung einer Radhelmpflicht.

Radfahren ist zwar ein gesundes Freizeitvergnügen, aber speziell für Kinder nicht ungefährlich: 6.000 Radler unter 14 Jahren verunglücken in Österreich pro Jahr mit dem Fahrrad. Die Dunkelziffer liegt weitaus höher, weil in den Statistiken nur jene Unfälle aufscheinen, die polizeilich gemeldet worden sind oder zu medizinischen Behandlungen geführt haben.

25-km/h-Sturz entspricht einem "Köpfler" aus 2,5 Metern!

Dramatisch ist jedenfalls die Zahl der Kopfverletzungen. Bei den Unfällen, die medizinisch behandelt werden müssen, rangieren sie mit einem Anteil von rund 38% weit oben. "Das Tragen eines Fahrradhelms sollte unserer Ansicht nach zumindest für Kinder bis 14 verpflichtend eingeführt werden", erklärt Dr. Peter Loisel, Service-Experte der Allianz. "Denn ein Sturz mit 25 km/h entspricht immerhin einem Kopfsprung auf Beton aus zweieinhalb Metern Höhe." 85 Prozent der Kopfverletzungen und 88 Prozent der Gehirnverletzungen bzw. Schädel-Hirn-Traumata könnten laut Österreichischer Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde durch das Tragen eines Sturzhelms vermieden werden.

Frisur geht vor Sicherheit

Dass die Österreicher trotz der Gefahren nach wie vor Helmmuffel sind, zeigt eine Studie des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV). Für 53 Prozent der Befragten ist allein die Aufbewahrung des Helms lästig, mehr als die Hälfte der Frauen tragen zum Beispiel deshalb keinen Helm, weil sie Angst um ihre Frisur haben. Und auch bei einem Drittel der Männer ist die Haarpracht ein Verweigerungsgrund. Erfreulich sei laut Loisel hingegen das Sicherheitsbewusstsein in Bezug auf die jüngsten Verkehrsteilnehmer: 84 Prozent der Befragten sprechen sich für die Einführung einer Helmpflicht für Kinder bis 14 aus.

Kostenrisiko bei bleibenden Schäden

Speziell Kopfverletzungen bergen ein erhebliches Risiko, weil dabei nicht selten Gehirnschäden zurückbleiben. Ist der Unfall in der Freizeit, also nicht in der Schule oder auf dem Weg von oder zur Schule, passiert, kommt die gesetzliche Krankenversicherung nur für die Behandlungskosten auf. "Wer also nicht privat unfallversichert ist, muss die Folgekosten bei dauernder Invalidität selbst tragen", gibt Loisel zu bedenken.

Nützliche Links:

Österreichische Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde:
Übersicht - Unfallverhütung:
http://www.ots.at/redirect.php?docs4you_1

Vom Roller zum Fahrrad. Tipps, wie man Kinder auf das Radfahren vorbereitet:
http://www.ots.at/redirect.php?oeamtc2

Alles rund ums Radfahren:
http://www.oeamtc.at/fahrrad

Verein Große schützen Kleine: Jahresbericht 2005:
http://www.ots.at/redirect.php?bericht05

Verein Große schützen Kleine: Sicheres Radfahren:
http://www.ots.at/redirect.php?radhelm

Verein Große schützen Kleine: Sicheres Inline-Skaten:
http://www.ots.at/redirect.php?skater

Kuratorium für Verkehrssicherheit: Checkliste Helmkauf:
http://www.ots.at/redirect.php?helmkauf

Kuratorium für Verkehrssicherheit: Freizeitunfallstatistik 2005:
http://www.ots.at/redirect.php?unfall

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Dr. Marita Roloff
Unternehmenskommunikation
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