Schmied in ÖSTERREICH: Gesamtschulversuche nicht mit Zwang

Günter Haider: "Pädagogische Konzepte testen"

Wien (OTS) - Unterrichtsministerin Claudia Schmied legt im
Gespräch mit der Tageszeitung ÖSTERREICH (Donnerstag-Ausgabe) ihren weiteren Fahrplan für die Gesamtschule vor. Bis zum Sommer soll eine Expertenkommission eingerichtet werden, voraussichtlich im Juni will sie mit den Landeshauptleuten die weitere Vorgangsweise bei den Schulversuchen abstimmen. Im Schuljahr 2008/09 sollen die Schulversuche dann starten, nach zwei Jahren hofft sie auf erste Ergebnisse.

Die Ministerin räumt auch ein, dass pädagogische Konzepte getestet werden, nicht aber eine echte gemeinsame Schule. Schmied: "Die Modelle müssen als vernünftige Alternativen geführt werden. Die Eltern sollen frei wählen können. Den Zwang zur Gesamtschule kann ich nicht verordnen."

Ihr nein zur flächendeckenden Umstellung in Wien hält Schmied aufrecht: "Die Entscheidung für eine flächendeckende Umsetzung müsste die Regierung treffen. Das sehe ich in dieser Legislaturperiode noch nicht."

Auch der Bildungsexperte Günter Haider, der die Modelle für Schmied wissenschaftlich begleiten soll, betont, dass die Schulversuche keine echte Gesamtschule bieten können. Dazu wäre eine flächendeckende Umsetzung nötig. Ziel sei vielmehr, pädagogische Konzepte zu erproben.

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