Donauschifffahrt - Richtigstellung zum gestrigen Kurier-Artikel

Wien (OTS) - Der Obmann des Fachverbandes der Schifffahrtsunternehmen, Wolfram Mosser, distanziert sich vollinhaltlich von den Ausführungen in der gestrigen Ausgabe des Niederösterreich Kurier mit dem Titel "Schifffahrt schlittert in Katastrophe". Mosser: "Herr Resperger hat Aussagen frei erfunden oder unrichtig wiedergegeben. Im Interesse der österreichischen Schifffahrtsunternehmer stelle ich daher wie folgt klar":

Kurier: "Sinkt der Pegel um weitere 20 Zentimeter, muß der Güterverkehr eingestellt werden".
Mosser: "Diese Aussage ist falsch. Sinkt der Pegel um ca. 20 Zentimeter wird die Donau Regulierungsniederwasser erreichen. Die Schifffahrt wird nicht eingestellt".

Kurier: "Österreichs Schifffahrt steht vor einer wirtschaftlichen Katastrophe. Der finanzielle Schaden geht bereits in die
Millionen".
Mosser: "Dieses Aussage ist unrichtig. Werden Transporteinheiten aufgrund von Niederwasser geringer beladen, ändert sich zwar das Kostenbild nach oben, von wirtschaftlichen Katastrophen kann jedoch nicht gesprochen werden".

Kurier: "Setzt in den nächsten drei Wochen kein Dauerregen ein, muss die Frachtschifffahrt zur Gänze eingestellt werden".
Mosser: "Dieses Aussage ist unrichtig. Aufgrund des milden Winters ist mit keinen großen Schmelzwässern zu rechen. Sollte kein länger andauernder Regen einsetzen, ist dieses Jahr mit längeren Niederwasserperioden zu rechnen".

Kurier: "Sinkt der Donaupegel um weitere 20 Zentimeter ab, müssen die Güterschiffe in den Häfen bleiben".
Mosser: "Diese Aussage ist falsch und daher geschäftsschädigend".

Kurier: Zitat Mosser:" Wir steuern auf eine Katastrophe zu" Mosser: "Diese Aussage wurde von mir nie getätigt und wurde vom Redakteur frei erfunden".

Kurier: Zitat Mosser: " Die wirtschaftlichen Verluste sind gigantisch, sie gehen in die Millionen"
Mosser: "Ich wurde völlig falsch zitiert: Richtige Aussage: Verluste aufgrund von Niederwasser sind mir nicht bekannt".

Kurier: Auch der für den Fremdenverkehr enorm wichtige Personenverkehr auf der Donau sei gefährdet.
Mosser: Diese Aussage ist falsch. Erst am letzten Sonntag wurde der Saisonauftakt der weißen Flotte mit dem Tag der Schifffahrt gefeiert und auf positive Entwicklungen hingewiesen.

Kurier: Mosser: "Sinkt der Pegel um 30 Zentimeter, steht auch der Ausflugsverkehr praktisch still. Im Sommer 2003 war oft in Dürnstein Endstation".
Mosser: Das Zitat ist unrichtig und daher geschäftsschädigend. Auch im August 2003 war die Schifffahrt nicht eingestellt. Auch das in Dürnstein aufgrund Niederwasser Endstation sei, ist Unsinn.

Kurier: Zitat: "Das Flussbett gehört ausgebaggert"
Mosser: Die Aussage wurde falsch widergegeben. Richtige Aussage: "Die Donau bietet der Schifffahrt zum Großteil auch bei Niederwasser ganzjährig ausreichende Fahrwassertiefen an.
Problemstellen sind lediglich Schwallenbach, Spitz und Weißenkirchen in der Wachau sowie ca 5 % der Strecke ( Furten) östlich von Wien bis Bratislava. Diese Stellen werden aber durch geeignete schonende flussbauliche Maßnahmen wie Regulierungen und Baggerungen für die Schifffahrt durch die via donau - Österreichische Wasserstraßengesellschaft ( Republik Österreich) erhalten. Für die nachhaltige und ökologisch sinnvolle Erhaltung der Furten östlich Wien bis Bratislava und der Erhaltung des Nationalparks Donauauen wurde ein gemeinsames flussbauliches Gesamtprojekt entwickelt, daß sich in der behördlichen Einreichphase befindet".

Kurier: Zitat Mosser: "Selbst wenn es zwei Tage regnen sollte, wird der Pegel nicht reagieren".
Mosser: "Die Aussage wurde falsch widergegeben. Richtige Aussage:
"Kurzfristige Regenfälle führen auch nur zu kurzen Pegelanstiegen".

Rückfragen & Kontakt:

Dipl.-Ing. Wolfram Mosser
Obmann des Fachverbandes der
Schifffahrtsunternehmungen in der Wirtschaftskammer Österreich
Tel.: 07433-2590-15

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