NEUFASSUNG der OTS0219 von heute: Schmied: Ehrung für Joachim Bissmeier - Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse

Wien (OTS) - Kunstministerin Claudia Schmied überreicht, heute Mittwoch, im Rahmen eines Festaktes im Audienzsaal des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur an Kammerschauspieler Joachim Bissmeier das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse. "Sie haben mir persönlich und den Theaterfreunden dieses Landes unvergessliche Stunden geschenkt", so die Bundesministerin. Die Auszeichnung bedeutet Anerkennung für sein Lebenswerk als Schauspieler und ist sichtbarer Ausdruck des Dankes der Republik Österreich für Bissmeiers vielfältige Verdienste um die Österreichische Kultur- und Theaterszene.

Joachim Bissmeier, gebürtiger Deutscher und langjähriger Star des Wiener Burgtheaters, absolvierte die Schauspielausbildung an der Folkwangschule in Essen und debütierte 1960 als Rodrigo in Shakespeares "Othello" unter der Regie von Werner Krauth an den Wuppertaler Bühnen. Bereits 1965 engagierte ihn das Wiener Burgtheater, dem er bis 1996 als Ensemble-Mitglied angehörte.
Als Charakterdarsteller ersten Ranges hat Joachim Bissmeier an allen großen Bühnen des deutschen Sprachraumes gespielt, Residenztheater München, Staatstheater Stuttgart, Schauspielhaus Zürich und Frankfurt, Schaubühne Berlin und Berliner Ensemble ebenso wie bei den Salzburger Festspielen, und mit der Elite der Theater-Regisseure, wie Peter Palitzsch, Leopold Lindtberg, Achim Benning oder Claus Peymann zusammengearbeitet. Joachim Bissmeier verkörperte unterschiedliche Charaktere wie den Don Carlos, den Faust, den Schriftsteller in der Uraufführung von Thomas Bernhards Die Jagdgesellschaft (unter der Regie von Claus Peymann), den Orest in der Orestie von Aischylos, den Robespierre in Georg Büchners Dantons Tod und den Woyzeck, um nur einige zu nennen. 2002 brillierte er in der Rolle des Moritz Meister in Thomas Bernhards "Über allen Gipfeln ist Ruh" am Theater in der Josefstadt.

Einer breiten Öffentlichkeit wurde Bissmeier auch durch zahlreiche Film- und Fernsehrollen bekannt, u.a. Der Überfall (2001, Regie:
Florian Flicker), Anatomie 2 (2002, Regie: Stefan Ruzowitzky), Silentium (2003, Regie: Wolfgang Murnberger), Stauffenberg (2003, Regie: Jo Baier), Merry Christmas (2004, Regie: C. Carrion, D/E/F/RUM), Klimt (2005, Regie: Raoul Ruiz) und im Fernsehen, etwa "Speer und Er" von Heinrich Breloer, "11011 Berlin" (Regie: Markus Imboden), oder wiederholt in Serien von "Der Kommissar", "Derrick", "Der Alte" über "Kommissar Rex" und "Trautmann" bis "Rosa Roth".

1979 wurde Joachim Bissmeier mit der Kainz-Medaille ausgezeichnet, seit 1983 trägt er den Titel Kammerschauspieler. 2000 gewann er zusammen mit Roland Düringer und Josef Hader für seine Mitwirkung an Florian Flickers Film Der Überfall beim Internationalen Filmfestival in Locarno den Bronzenen Leoparden. 2002 erhielt er das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien.

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