Gusenbauer zu Schulpolitik: Praktische Erfahrung statt Ideologie gefragt

Reformziel: Pädagogische Qualität erhöhen

Wien (SK) - "Bildungsministerin Schmied wird jetzt eine intensive Diskussion mit den Bundesländern führen, um in maßgeschneiderten Paketen gemeinsam mit den Ländern zu entscheiden, welche Versuche wo unternommen werden", erklärte Bundeskanzler Alfred Gusenbauer am Mittwoch im Pressefoyer nach dem Ministerrat. Es gehe jedenfalls nicht darum, eine Diskussion anhand von ideologischen Standpunkten zu führen sondern darum, "Schulpolitik auf Basis praktischer Erfahrungen" zu machen. "Wir wollen eine neue Qualität an den Schulen für unsere Kinder und das zu einem gut vorbereiteten Zeitpunkt umsetzen. Es geht uns darum, die pädagogische Qualität zu steigern", so Gusenbauer. ****

Wie immer bei einer bunten Diskussion sei das Bild manchmal ein wenig unübersichtlich, so Gusenbauer. Auf Basis der Bewertung der Zukunftskommission kenne man die pädagogischen Grundsätze, die man umsetzen solle. "Jetzt wird mit jedem Bundesland ein Maßnahmenpaket erarbeitet, ob diese Grundsätze in ähnlicher, gleicher oder unterschiedlicher Form umgesetzt werden", so Gusenbauer. Entscheidend sei, dass es darum gehe, die pädagogische Qualität zu erhöhen. Hier gelte es auch, auf unterschiedliche Zusammensetzungen einzugehen, die andere Formen der Förderung und Auseinandersetzung bräuchten, so Gusenbauer, der hier darauf verwies, dass beispielsweise in den großen Städten bis zu 50 Prozent der Kinder einen Migrationshintergrund haben.

Die Schule dürfe aber nicht zum permanenten Labor werden. Die unterschiedlichen Modellversuche sollen unter Einbeziehung von Experten ausgearbeitet und dann mit Einbindung der Länder umgesetzt werden. Im Anschluss - der Bundeskanzler nannte zwei Jahre als möglichen Zeitpunkt - werden die unterschiedlichen Modelle evaluiert und geschaut, in welcher Form die pädagogischen Grundsätze am Besten umgesetzt werden können. Dies sei eine Schulpolitik auf Basis praktischer Erfahrung, nicht auf der Basis ideologischer Standpunkte, so Gusenbauer. (Schluss) js

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