Zwei große europäische Fachgesellschaften für Pädiatrie unterstützen die Rotavirusimpfung von Säuglingen in Europa

Leitlinien für Ärzte und ein Rahmenwerk für nationale Impfprogramme - dieses Jahr auf der ESPID, Europas wichtigstem Kongress für pädiatrische Infektionskrankheiten

Porto (OTS) - Die Europäische Gesellschaft für Pädiatrische Infektionskrankheiten (ESPID) und die Europäische Gesellschaft für pädiatrische Gastroenterologie, Hepatologie und Ernährung (ESPGHAN) unterstützen die allgemeine Rotavirus-Impfung von Säuglingen in Europa. Beide Gesellschaften, die auf der diesjährigen 25. ESPID-Jahrestagung am 1. Mai in Porto mit ihrer ESPID-ESPGHAN Rotavirus-Expertengruppe vertreten waren, haben evidenzbasierte Leitlinien für Ärzte zum sicheren und wirksamen Gebrauch der Rotavirus-Impfstoffe in Europa entwickelt, so gaben sie bekannt, und liefern damit den "Rahmen" für künftige Rotavirus-Impfprogramme auf nationaler Ebene. (1)

Gleichzeitig stellten sie die "Clinical Practice Guidelines für die Behandlung der Gastroenteritis im Kindesalter in Europa" vor. Gemäß diesen Leitlinien stellt die Gastroenteritis eine extrem häufige Erkrankung im Kindesalter dar, und für die meisten schwer verlaufenden Fälle sind Rotaviren verantwortlich.(2)

"Welt- und europaweit," so erklärte Prof. Pierre Van Damme, "sind Rotaviren bei Kindern die häufigste Ursache schwerer dehydrierender Durchfallerkrankungen". Van Damme .arbeitet am Referenzzentrum der Welt¬gesundheits¬organisation (WHO) zur Beurteilung von Impfungen an der Universität von Antwerpen in Belgien und gehört der ESPID-ESPGHAN-Rotavirus-Expertengruppe an. "Die Impfung wird als einzige Kontrollmaßnahme betrachtet, die signifikant die Inzidenz der schweren pädiatrischen Rotavirus-Gastroenteritis beeinflusst". (3,4)

Diese Empfehlungen sind das Arbeitsergebnis einer europäischen Expertengruppe im Bereich Pädiatrie, Infektiologie, Virologie, Epidemiologie, Gastroenterologie und Öffentliche Gesundheit, die von der ESPID und der ESPGHAN getragen wird. (1)

Evidenzbasierte Leitlinien zum Gebrauch der Rotavirus-Impfstoffe in Europa

Auf der ESPID-Jahrestagung stellte die ESPID-ESPGHAN-Rotavirus-Expertengruppe die Zusammenfassung der evidenzbasierten Leitlinien für den Gebrauch der Rotavirus-Impfstoffe in Europa vor.

Die Leitlinien bestätigen zunächst, dass die vorliegenden Rotavirus-Impfstoffe wirksam und generell gut verträglich sind und die durch Rotavirus-Infektionen verursachte Krankheitslast in Europa zu senken vermögen. Darüber hinaus können beide Rotavirus-Impfstoffe zur Kontrolle und zur Prävention schwerer Rotavirus-Gastroenteritiden eingesetzt werden. (1)

Die Rotavirus-Impfung kann, so heißt es weiter, in alle europäischen Impfkalender integriert und entweder getrennt oder gleichzeitig mit inaktivierten Kinderimpfstoffen gegeben werden. Es wird empfohlen, die erste Impfstoffdosis im Alter von 6 Wochen bis zur vollendeten 12. Lebenswoche zu verabreichen, der komplette Impfstoffzyklus sollte bis zum 6. Lebensmonat abgeschlossen sein. (1)

Eine große Bedeutung kommt dem guten Sicherheitsprofil der Impfstoffe zu - dieses wurde im Rahmen groß angelegter klinischer Studien nachgewiesen, an der insgesamt mehr als 130.000 Säuglinge teilnahmen: 50 % der Säuglinge erhielten dabei Placebo, die anderen 50 % einen der Impfstoffe. (5,6) Die Expertengruppe empfiehlt, für die Rotavirus-Impfung ein fortgesetztes Post-Marketing-Monitoring der schwerwiegenden Nebenwirkungen aufzubauen. (1)

Die übrigen Richtlinien beziehen sich auf den gemeinsamen Einsatz der Rotavirus-Impfstoffe und der Polio-Schluckimpfstoffe sowie auf die Impfung von frühgeborenen oder immunsupprimierten Säuglingen. (1)

Die Rotavirus-Impfrichtlinien basieren auf der systematischen Auswertung sämtlicher bis zum 31. Januar 2007 vorliegender Literaturquellen (zum Thema Rotavirus-Gastroenteritis und der beiden Rotavirus-Impfstoffe in Europa) durch die Rotavirus-Expertengruppe sowie durch das Polish Institute for Evidence based Medicine, das Methoden der evidenzbasierten Medizin anwandte. (1)

Informationen zu Sanofi Pasteur MSD

Sanofi Pasteur MSD kann als Gemeinschaftsunternehmen auf die Innovationen und die Erfahrungen von Sanofi Pasteur - der Impfstoff-Sparte von Sanofi-Aventis - und von Merck & Co. zurückgreifen. Sanofi Pasteur MSD ist das einzige Unternehmen in Europa, das sich ausschließlich auf Impfstoffe spezialisiert hat. Weltweit arbeiten erfahrene Forschungsteams von Sanofi Pasteur und Merck & Co für Sanofi Pasteur MSD an der Entwicklung neuer Impfstoffe für Europa, die darauf abzielen, den Impfschutz auf weitere Krankheiten auszudehnen und bestehende Impfstoffe zu perfektionieren, um so die Verträglichkeit, die Wirksamkeit und die Akzeptanz von Impfungen zu verbessern.

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Referenzen

1. Van Damme P. on behalf of ESPID-ESPGHAN Rotavirus Expert Group. Evidence-based recommendations for the use of rotavirus vaccines in Europe. Centre for the Evaluation of Vaccination, Faculty of Medecine, University of Antwerp. May 2007. (abstract). 2. ESPGHAN-ESPID Working Group. Clinical Practice Guidelines for the Management of Gastroenteritis in Children in Europe. ESPID. May 2007 3. Parashar UD. et al. Global illness and deaths caused by rotavirus disease in children. Emerg Inf Dis 2003;9:565-572 4. Clark HF and Offit PA. Vaccines for rotavirus gastroenteritis universally needed for infants. Ped Ann 2004; 33(8). 537- 543. 5. Ruiz-Palacios G et al. Safety and Efficacy of an Attenuated Vaccine against Severe Rotavirus Gastroenteritis. N Engl J Med 2006;354:11-22. 6. Vesikari T et al. Safety and Efficacy of a Pentavalent Human- Bovine (WC3) Reassortant Rotavirus Vaccine. N Engl J Med 2006; 354(1):23-33.

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