Marek zu Armutsbericht: Armutsgefährdungsquote signifikant gesunken

Positiven Daten des Armutsberichtes bei Berichterstattung unter Tisch gefallen

Wien (BMWA-OTS) - Anlässlich der Berichterstattung über den von Sozialminister Erwin Buchinger am Montag präsentierten Armutsbericht erklärte Staatssekretärin Christine Marek: "Offensichtlich sind 'only bad news good news'". Der Armutsbericht berge jedoch auch eine Reihe von positiven Nachrichten, die in der Berichterstattung leider "unter den Tisch" gefallen seien. Habe die Armutsgefährdungsquote 2003 noch 13,2 Prozent betragen, liege sie für 2005 bei 12,3 Prozent. Das bedeute, dass diese innerhalb von zwei Jahren um beinahe ein Prozent gesunken sei. "34.000 Menschen sind demnach gegenüber von 2003 nicht mehr armutsgefährdet", so Marek.

Besonders erfreulich bezeichnete Marek die Tatsache, dass bei Frauen die Armutsgefährdung ebenfalls um ein Prozent zurückgegangen sei. Auch im Bereich der Familien seien durchaus positive Entwicklungen zu verzeichnen: Unter anderem habe sich das Armutsrisiko bei Familien mit Kindern unter drei Jahren so reduziert, dass diese Gruppe nicht mehr als Risikogruppe dargestellt wird. Auch bei Mehrkindfamilien (drei und mehr) sei die Armutsgefährdungsquote um zwei Prozentpunkte gesunken. Kinderbetreuungsgeld, erhöhte Familienbeihilfe aber auch der Mehrkindzuschlag hätten das ihrige dazu beigetragen, so Marek.

Große Bedeutung wies Marek auch dem Rückgang der "Working Poor" um einen Prozentpunkt zu. "Die signifikant ausgebauten Qualifizierungsprogramme des AMS leisten hier einen großen Beitrag", so Marek. Selbst die Armutsgefährdungslücke, die ein Maß für die Intensität der Armutsgefährdung darstellt, ist um fünf Prozent gesunken. "Besonders diese Zahl ist eine der signifikantesten, wenn es darum geht, die Armut in Österreich darzustellen", so Marek. Abschließend stellte die Staatssekretärin fest, dass die Entwicklung in die richtige Richtung gehe. Mit dem im Regierungsprogramm verankerten Mindestlohn sowie Mindestsicherung würden hier auch weitere Schritte auf dem Weg zur Vollbeschäftigung gesetzt.

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