ÖAMTC: Hoher Blutzoll in der Verkehrssicherheitswoche

Stärkste Unfallsteigerung des heurigen Jahres auf der Ost Autobahn (A4) zwischen Wien und Parndorf

Wien (OTS) - Die vergangene Woche war die erste weltweite Verkehrssicherheitswoche. Wie dringend das Bemühen um mehr Verkehrssicherheit ist, zeigen die Unfallzahlen der vergangenen Tage. "Alleine seit 23. April sind 22 Menschen auf Österreichs Straßen getötet worden", zieht ÖAMTC-Verkehrschef Willy Matzke eine ernüchternde Bilanz. Von den 22 Getöteten sind mehr als ein Drittel, nämlich neun Menschen, auf Zweirädern unterwegs gewesen. Nur ein Todesfall hat sich im hochrangigen Netz auf einer Autobahn ereignet.

Ein Hauptursache für den hohen Blutzoll sieht der ÖAMTC in der hohen Risikobereitschaft vieler Lenker. "Es kommt häufig zu einer Selbstüberschätzung, die fatal enden kann", warnt Matzke. Auch beim schwerwiegenden Autobahnunfall in den Morgenstunden des 1. Mai war überhöhte Geschwindigkeit eines Lkw in einem Baustellenabschnitt der Kärntner Tauern Autobahn (A10) im Spiel.

Die stärkste Unfallsteigerung des heurigen Jahres analysiert der ÖAMTC für die Ost Autobahn (A4) zwischen Wien und Parndorf. "Hier muss etwas geschehen", so der ÖAMTC-Experte. "Deshalb hat der Club eine RSI (Road Safety Inspection) durchgeführt, die die Schwachpunkte auf diesem Streckenabschnitt aufzeigt." Neben der Verkehrsüberlastung ist die viel zu schmale Sparautobahn zwischen Fischamend und Parndorf für Unfälle und kilometerlange Staus rund um den Flughafen verantwortlich.

Verkehrsplanung Ost-Region zurück an den Start

"Eine große Wiener Ostumfahrung darf daher niemals erst am Knoten Schwechat beginnen, sondern muss gemäß ursprünglichen Plänen mit einer Donauquerung bei Fischamend angegangen werden", so Matzke. Auch die derzeit aufgeschobene Marchfeld Schnellstraße (S8) muss einbezogen werden.

"Ein Knoten Schwechat nach heutiger Planung kann den Verkehr der Zukunft niemals bewältigen. Außerdem braucht der gewaltig vergrößerte Wiener Flughafen eine zeitgemäße zweite Autobahnanbindung östlich der derzeitigen Zufahrt", sagt der ÖAMTC-Experte abschließend.

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