Grossmann: Auch der passiven Wahlaltersenkung "steht faktisch nichts mehr im Weg"

Möglichkeit zu mehr Mitbestimmung motiviert Jugendliche

Wien (SK) - Die SPÖ-Kinder- und Jugendsprecherin Elisabeth Grossmann bekräftigt angesichts der auf der heutigen Ministerratstagesordnung stehenden Wahlrechtreform, dass sie morgen im Plenum des Nationalrates - gemeinsam mit der ÖVP-Jugendsprecherin Silvia Fuhrmann - einen Initiativantrag zur Senkung des passiven Wahlalters von 19 auf 18 Jahren einbringen wird. "Damit steht der Möglichkeit mit 18 Jahren in den Nationalrat, in die Landtage und auf Bezirks- und Gemeindeebene sowie ins Europäische Parlament gewählt werden zu können, faktisch nichts mehr im Weg", so die SPÖ-Jugendsprecherin Grossmann zum Pressedienst der SPÖ. ****

Dass den Jugendlichen bisweilen Politikverdrossenheit unterstellt wird, will Grossmann nicht gelten lassen: "Das geschieht zu Unrecht. Persönliche Kontakte zeigen mir, dass Jugendliche Politik anders wahr nehmen. Sie fühlen sich vom tagespolitischen Geplänkel beinahe abgeschreckt, sind aber sehr wohl an Sachthemen interessiert und darüber auch sehr gut informiert", erläutert Grossmann. Aus diesem Grund seien Umfragen, die lediglich Namen von Politikern und Politikerinnen und institutionelle Daten abfragen, nicht geeignet das tatsächliche politische Interesse von Jugendlichen zu erfassen.

Bisherige Erfahrungen bei Landtagswahlen in Wien und im Burgenland würden den jungen Wählerinnen und Wählern jedenfalls ein gutes Zeugnis ausstellen. Denn Fakt sei, dass die Wahlbeteiligung von Jugendlichen praktisch gleich hoch ist wie bei anderen Altergruppen. Jugendliche tendieren auch keineswegs - wie befürchtet - verstärkt zu radikalen Gruppierungen. Eine Nachwahlbefragung des Meinungsforschungsinstitutes SORA ergab außerdem, dass gerade die Möglichkeit zu mehr Mitbestimmung und die Tatsache ab 16 Jahren wählen zu können besonders motivierend für das eigene politisches Interesse sei, so Grossmann abschließend. (Schluss) sl/mm

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