Steibl: Alkoholkonsum bei Kindern und Jugendlichen muss weiter eingedämmt werden

Entschließungsantrag betreffend Prävention gegen Alkoholkonsum von Kindern und Jugendlichen bzw. Komatrinken eingebracht

Wien (ÖVP-PK) - Es ist erschreckend, dass Kinder und Jugendliche heutzutage immer früher Alkohol zu trinken beginnen, stellte heute, Mittwoch, ÖVP-Familiensprecherin Abg. Ridi Steibl besorgt fest. Laut einer Studie des "Fonds Gesundes Österreich" werden die Alkohol-Konsumenten immer jünger. Erste Erfahrungen mit Alkohol sammeln Kinder demnach schon mit elf Jahren, knapp zehn Prozent der 13-Jährigen haben schon mehr als 40 Mal Alkohol getrunken. "Deshalb ist es notwendig, dass auch die Politik aktiv wird, um gegen diesen Trend zu steuern", so Steibl weiter. Am Freitag wurde im Nationalrat nun ein gemeinsamer ÖVP-SPÖ-Entschließungsantrag betreffend Prävention gegen Alkoholkonsum von Kindern und Jugendlichen beziehungsweise Komatrinken eingebracht. Er wird morgen, Donnerstag, dem Familienausschuss zugewiesen. ****

Einer aktuellen Eurobarometer-Untersuchung zufolge trinkt jeder zehnte Europäer gewöhnlich fünf oder mehr Gläser auf einmal; 19 Prozent der 15- bis 24-Jährigen betrinken sich bis zur Besinnungslosigkeit, wenn sie Alkohol konsumieren. Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky habe bereits vor Monaten Vorbereitungen getroffen, um gegen das Trinken von Alkohol bis zur Besinnungslosigkeit bei Jugendlichen vorzugehen, hob Steibl positiv hervor. Erst am Montag war dies auch Mittelpunkt des Antrittsbesuches der Ministerin in Kärnten.

Steibl bezweifelt, dass Verbote oder Strafen für die Jugendlichen oder deren Eltern das gesellschaftliche Problem des übermäßigen Alkoholkonsums bzw. des Komatrinkens wirklich zu lösen vermögen. Einen ganz wichtigen Ansatz, um dem gesellschaftlich vielfach bagatellisierten Alkoholkonsum wirksam begegnen zu können, sieht die ÖVP-Abgeordnete in konsequenter Aufklärungsarbeit unter Kindern bzw. Jugendlichen. Darüber hinaus wären verstärkte Kontrollen der Alkohol-Abgabe an Kinder und Jugendliche in Handel und Gastronomie als flankierende Maßnahmen zur Eindämmung des Alkoholkonsums bzw. des Komatrinkens überaus sinnvoll. Nicht zuletzt erscheint ihr auch eine Vereinheitlichung der Jugendschutzbestimmungen der Länder in den wesentlichen Punkten dringend erforderlich.

Die Abgeordneten Ridi Steibl, Silvia Fuhrmann (beide ÖVP), Andrea Kuntzl und Christine Muttonen (beide SPÖ) haben daher am Freitag folgenden Entschließungsantrag eingebracht:

"Der Nationalrat wolle beschließen:
‚Die Bundesministerin für Gesundheit, Familie und Jugend wird ersucht,

  • ihre Aktivitäten zur Prävention und Eindämmung des Alkoholkonsums von Kindern und Jugendlichen engagiert fortzuführen,
  • eine österreichweite Aufklärungskampagne für Kinder und spezielle Programme für Jugendliche zu initiieren, um über die Gefahren und Risken von Alkoholkonsum und Komatrinken zu informieren und zu sensibilisieren sowie
  • in Gesprächen mit der Wirtschaft geeignete Möglichkeiten zum Verzicht von Flatrate-Partys seitens der Gastronomie und der Veranstalter zu prüfen.’" (Schluss)

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