SP-Niederwieser: Sonderpädagogischer Förderbedarf ist auch nach der 8. Schulstufe notwendig

Gemeinsamer Entschließungsantrag von SPÖ und ÖVP im Parlament eingebracht

Wien (SK) - "Im Regierungsprogramm ist die spezifische Förderung von behinderten Menschen ein zentraler Punkt, deshalb ist eine Ausweitung der Integration von Jugendlichen mit sonderpädagogischen Förderbedarf nach der 8. Schulstufe besonders wichtig", erklärte SPÖ-Bildungssprecher Erwin Niederwieser am Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Niederwieser verwies in diesem Zusammenhang auf einen Entschließungsantrag, den er gemeinsam mit ÖVP-Behindertensprecher Franz Josef Huainigg letzte Woche eingebracht hat. ****

Die bisherige Gesetzeslage sieht die Integration von Jugendlichen mit sonderpädagogischen Förderbedarf nur bis zur 8. Schulstufe vor. Wie wichtig der Bedarf an weiterführenden Angeboten ist, zeigt die Praxis, da bis zum jetzigen Zeitpunkt rund 2.800 Lehrverträge im Rahmen einer integrativen Berufsausbildung abgeschlossen wurden. "Gerade die Berufsbildenden Schulen könnten in dieser Frage eine wichtige Schlüsselrolle spielen", betonte Niederwieser.

Ziel des Entschließungsantrags ist die Erwirkung eines Gesetzesvorschlages, der die Integration von Jugendlichen mit sonderpädagogischen Förderbedarf nach der 8. Schulstufe vorsieht. Zusätzlich wird die Übernahme der positiven Schulversuche der letzten 10 Jahre zur Integration in den Polytechnischen- und Berufsbildenden Mittleren Schulen in das Regelschulwesen sowie verbesserte Regelungen für Schulversuche an höheren Schulen gefordert. "Es gibt noch eine Menge zu tun, um Jugendlichen mit Behinderungen jene Möglichkeiten zu bieten, die sie für ein chancenreiches Leben benötigen, wobei diese Maßnahme ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung ist", so Niederwieser abschließend. (Schluss) sl/mm

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