Dampfreiniger auf dem Prüfstand

"Konsument": teuer, gefährlich und bestenfalls "durchschnittlich".

Wien (OTS) - Schnell und mühelos soll alles damit hygienisch
sauber werden - und dazu noch ganz ohne Chemie: Die Rede ist vom Dampfreiniger. Schenkt man den Verheißungen der Werbung Glauben, so handelt es sich beim Dampfreiniger wohl um einen der besten Freunde im Haushalt. Das Testmagazin "Konsument" belegt allerdings das Gegenteil. Von 11 getesteten Dampfreinigern, darunter Boden-, Hand-und Stielgeräte, konnte kein einziger in allen Punkten überzeugen. Lediglich drei Geräte erzielten als beste Note ein "durchschnittlich". Drei Dampfreiniger konnten darüber hinaus vor den Testern nicht bestehen und erhielten ein "nicht zufriedenstellend". Fazit: Auf herkömmliche Weise - mit Putztuch und Allzweckreiniger -geht es schneller und billiger.

Die Theorie erscheint bestechend und genial: Mittels heißem Wasserdampf soll angesammelter Schmutz ohne Zuhilfenahme von Reinigungsmitteln gelöst und danach nur noch mit einem Tuch weggewischt werden. Keime, Milben und Bakterien werden durch die hohe Temperatur einfach und problemlos abgetötet. Die Praxis zeigt jedoch ein anderes Bild. Zahlreiche Oberflächen wie Holz oder Teppichböden nehmen durch den Dampf Schaden. Bei Elektrogeräten wie dem Herd droht sogar ein Kurzschluss. Und: Der Dampf ist nur direkt bei der Düse so heiß, dass er schädliche Organismen zu eliminieren vermag. Vorausgesetzt, man bedampft jede Stelle minutenlang.

Was also bleibt, sind glatte Flächen wie Böden aus Kunststoff, Fliesen, Küchenfronten und Arbeitsplatten oder aber auch Badewannen und WCs. Doch überall hier enttäuschte, mit einigen wenigen Ausnahmen in Einzelbereichen, die Leistung der Dampfreiniger. Meist blieb ein schmieriger Film zurück, da das Reinigungstuch auf der Düse den Schmutz nicht wie vorgesehen aufnahm. Zur mangelnden Putzleistung kommen die durchaus teuren Anschaffungskosten und die durchschnittlich höheren Betriebskosten. So verbraucht das Erzeugen von Dampf mehr Energie als das Erwärmen eines Kübels Wasser. Für einige Geräte braucht es zudem regelmäßig Entkalkungsmittel.

Bedenklich war aber vor allem der Sicherheitsfaktor der getesteten Geräte. So besteht hier grundsätzlich eine erhöhte Wahrscheinlichkeit, sich Brandblasen zu holen, so etwa beim Wechsel des Putztuches, wenn sich Dampf zwischen Tuch und Düse ansammelt. Wartet man beim Nachfüllen nicht, bis der Tank abgekühlt ist, so schießt bei einigen Testkandidaten das Wasser in einer heißen Fontäne heraus. "Konsument"-Expertin Karin Baumgarten-Doblander: "Drei Geräte waren sogar so gefährlich, dass sie mit ,nicht zufriedenstellend’ beurteilt wurde und das, obwohl sie sogar mit dem Siegel für ,Geprüfte Sicherheit’ gekennzeichnet waren."

Detaillierte Testergebnisse erhalten Leser im Mai-"Konsument" und auf www.konsument.at.

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Verein für Konsumenteninformation/
Testmagazin "Konsument"
Mag. Sabine Burghart
Öffentlichkeitsarbeit
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