20 Jahre "Hallo Auto": ÖAMTC und AUVA feiern Jubiläum der erfolgreichen Verkehrssicherheitsaktion (+Foto)

Sicherheit für jährlich über 60.000 Drittklässler österreichweit

Wien (OTS) - "Jetzt schätzt doch mal, wie lange es dauert, bis das Auto zum Stehen kommt!", werden jedes Jahr über 60.000 Drittklässler österreichweit aufgefordert, wenn "Hallo Auto" zu ihnen in die Schule kommt. Dann vergleichen sie ihren Anhalteweg beim Laufen mit dem eines Autos und stellen fest, wie leicht man sich irren kann. Begonnen hat die erfolgreiche ÖAMTC-Verkehrssicherheitsaktion in Zusammenarbeit mit der AUVA im Schuljahr 1986/87 in Niederösterreich in den Volksschulen Theresienfeld und Gaming. Mittlerweile ist "Hallo Auto" 20 Jahre alt und 1,2 Millionen Kinder haben das Programm durchlaufen. Das 20-Jahr-Jubiläum haben die AUVA Landesstelle Wien und der ÖAMTC heute, Mittwoch, in Wien mit Wegbegleitern der Aktion, Vertretern aus Politik und Schulen gefeiert. Eine Schulkasse aus Wien 21., Mengergasse 33 war vor Ort, um den anwesenden Gästen das Programm live zu demonstrieren.

"Unsere Aktion 'Hallo Auto' entstand als ein Programm aus der Praxis für die Praxis. Durch einen Moderator, der auf die Kinder eingeht, können Gefahren des Alltags spielend erlebt werden", sagte Franz Wurz, Leiter der ÖAMTC-Fahrsicherheit und "Vater" der erfolgreichen Aktion. "Erzähle es mir - und ich werde es vergessen. Zeige es mir - und ich werde mich erinnern. Lass es mich tun - und ich werde es behalten." Diese Weisheit von Konfuzius trifft das Prinzip von "Hallo Auto" ganz genau. Ein acht- oder neunjähriges Kind kann sich nicht vorstellen, wie lange es dauert, bis ein Auto zum Stillstand kommt. Diesem gefährlichen Unwissen begegnet "Hallo Auto" auf spielerische Weise.

Lernen durch Erleben

Die Kinder laufen miteinander um die Wette und müssen plötzlich stehen bleiben. Schon diese Übung zeigt, wie schwer das Bremsen ist. Später schätzen die Kinder den Anhalteweg eines Autos bei Tempo 50 und stellen fest, wie leicht man sich dabei irren kann. Anschließend dürfen sie sogar selbst das Auto zum Stehen bringen, und zwar einen eigens mit einem Doppelbremspedal und mit kindergerechten Rückhaltevorrichtungen ausgerüsteten Smart. Die Kinder führen -völlig ohne Gefahr - unter Anleitung eine Vollbremsung durch. So erleben sie selbst hautnah, dass der Anhalteweg viel länger ist als erwartet. Durch diese Erfahrung erkennen Kinder die Gefahren herannahender Autos und bewegen sich im Verkehr viel vorsichtiger.

Nach dem Motto "Lernen durch Erleben" werden den acht- bis neunjährigen Volksschülern aktiv, spielerisch und ohne erhobenen Zeigefinger die Gefahren herannahender Autos vor Augen geführt.

AUVA als starker Partner

Der Erfolgsweg von "Hallo Auto" war aber nur durch die finanzkräftige Unterstützung der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt AUVA möglich. Sie hat von Beginn an an das Projekt geglaubt und es unterstützt. "Rund 22.000 Kinder pro Jahr machen allein in den drei Bundesländern Wien, Niederösterreich und Burgenland bei 'Hallo Auto' mit, und wir unterstützen die Aktion mit rund sieben Euro pro Schüler. Eine gute Investition, wie übrigens jeder Euro, der in die Unfallverhütung bei Schulkindern sowie in die Steigerung des Sicherheitsbewusstseins geht, da sie die Arbeitskräfte der Zukunft sind", sagte Johann Kaiser, Leiter der AUVA-Landesstelle Wien.

Verkehrssicherheitsarbeit trägt Früchte

Im vergangenen Jahr verunglückte in Österreich alle zwei Stunden ein Kind im Straßenverkehr, 23 Kinder sind als Todesopfer zu beklagen. Das sind nach wie vor dramatische Zahlen, die unser Handeln erfordern. Dass die stete Verkehrssicherheitsarbeit in Österreich trotzdem Früchte trägt, zeigt ein Blick in die Vergangenheit: 1985 lag die Zahl der getöteten Kinder mit 84 noch weit über den heutigen Werten. Ein wesentlicher Baustein für eine erfolgreiche Verkehrssicherheitsarbeit ist die Bewusstseinsbildung. Mit Programmen wie "Hallo Auto", "Blick & Klick" oder "Top Rider" setzen ÖAMTC und AUVA deshalb auf Verkehrserziehung in der Schule.

Der Erfolg der Aktion "Hallo Auto" geht übrigens auch weit über die Grenzen Österreichs hinaus. Die weltweite Dachorganisation der Automobilclubs, die FIA, hat "Hallo Auto" bereits im Jahr 1988 mit ihrem Verkehrssicherheitspreis für das innovativste Projekt ausgezeichnet. Auch die Schwesterclubs des ÖAMTC in Deutschland, Luxemburg und Italien haben das Programm übernommen.

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Bilder zu "Hallo Auto" und zur Veranstaltung (ab 14 Uhr) gibt es unter www.oeamtc.at/presse.

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