Grundlegender Irrtum bei den Pensionskassenpensionen: Erwirtschafteter Rechnungszins = Pensionserhöhung

Wien (OTS) - In den Medien und teilweise sogar bei maßgeblichen, aber wenig sachkundigen Politikern wird immer wieder der sogenannte Rechnungszins(RZ) falsch interpretiert:
Eine jährlich von den Pensionskassen(PK) erzielte Performance in Höhe des RZ, also von beispielsweise 5,5%, wird oft als "weit über der Inflationsrate" bezeichnet und unterstellt so fälschlicherweise, dass Pensionskassenpensionisten in diesem Fall eine jährliche Pensionserhöhung von 5,5% bekämen. Davon ist man jedoch weit entfernt.

Wenn die Pensionskassen den RZ netto erwirtschaften, so heißt das lediglich, dass die Pensionen nominell in der ursprünglich von den Dienstgebern zugesagten Höhe ausbezahlt werden können, jedoch noch ohne Inflationsabgeltung! Die kommt erst zum Tragen, wenn der sogenannte rechnungsmäßige Überschuß(rmÜ) netto erzielt wird, ein Zinssatz, der in der Regel 2% über dem RZ liegt.

Die ursprünglichen Zusagen der PK versprachen, mindestens den rmÜ zu erwirtschaften und so eine inflationsgerechte laufende Anpassung der Pensionen und der Pensionsansprüche zu sichern. Inzwischen haben sich viele PK aber längst darauf zurückgezogen, dass sie bestenfalls nur mehr den RZ erzielen können.
Die Konsequenz dieses Offenbarungseides ist ihnen natürlich unangenehm - deshalb gehen sie gerne über die oa. Fehlinterpretation in der Öffentlichkeit hinweg.
Der PE|KA|BE - Schutzverband der Pensionskassenberechtigten als Interessen- vertretung von rund einer halben Million Betroffener sieht es aber als eine seiner wichtigsten Aufgaben, solche Mißverständnisse aufzuklären.

Bild(er) zu dieser Meldung finden Sie im AOM/Original Bild Service, sowie im APA-OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragen & Kontakt:

Günter Braun
pressesprecher@pekabe.at
Tel.: 0699-111 58 699
www.pekabe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF0002