Plassnik: "Kasachstan - gelungenes Beispiel für gelebte Multikonfessionalität"

Außenministerin trifft kasachstanischen Amtskollegen

Wien (OTS) - "Kasachstan ist ein Schlüsselland Zentralasiens, mit enormem Potential. In den fünfzehn Jahren seit der Aufnahme formeller diplomatischer Beziehungen zwischen Österreich und Kasachstan ist Vieles erreicht worden. Wir haben aber bei weitem noch nicht alle Möglichkeiten in unseren bilateralen Beziehungen ausgeschöpft", sagte Außenministerin Ursula Plassnik nach dem Treffen mit ihrem kasachstanischen Amtskollegen Marat Tazhin. "Noch in diesem Jahr wollen wir daher eine Botschaft in Astana eröffnen - ein sichtbares Zeichen der Intensivierung unserer Beziehungen".

Ein zunehmend wichtiges Thema zwischen beiden Staaten stelle auch der Dialog der Kulturen und Religionen dar. "Kasachstan ist in diesen Dialogbemühungen ein wichtiger Partner, mit dem wir in Zukunft verstärkt zusammen arbeiten wollen. Mit seiner Multikonfessionalität ist es ein gelungenes Beispiel für das friedliche Zusammenleben der Kulturen und Religionen in Zentralasien", so Plassnik. Minister Tazhin berichtete, dass Kasachstan in der Vergangenheit bereits zwei internationale Konferenzen mit hochrangigen Vertretern der Weltreligionen veranstaltet habe und sein Land auch bereits einen Vorstoß zur Belebung des Dialoges zwischen dem Islam und dem Westen unternommen habe. Er griff daher den Vorschlag von Außenministerin Plassnik zu einer verstärkten Zusammenarbeit auf diesem Gebiet gerne auf und regte ein Ministertreffen mit Vertretern der Religionen in Kasachstan an.

Gegenstand der Gespräche waren auch die Beziehungen zwischen der EU und Kasachstan und die geplante EU-Zentralasien-Strategie: "Wir wollen der Region mit der Zentralasien-Strategie verstärkte Kooperation, etwa in den Bereichen Freihandel, Energie und Umwelt anbieten. Die EU verbindet dies mit einer klaren Erwartungshaltung zu Fortschritten in den Bereichen Demokratie, Rechtstaatlichkeit und Menschenrechte", so Plassnik. "Wir sind davon überzeugt, dass Wirtschafts- und Demokratiereformen Hand in Hand gehen müssen. Rechtsstaatlichkeit und ein transparentes Justizsystem sind auch für ein gesundes Investitionsklima wichtige Voraussetzungen", so die Außenministerin.

Die Außenministerin versicherte ihrem Amtskollegen die Unterstützung Österreichs für die Bewerbung Kasachstans für den OSZE-Vorsitz 2009: "Ich bin überzeugt davon, die Zeit ist reif dafür, dass die OSZE von einem zentralasiatischen Staat geführt wird. Dies wäre auch ein sichtbares Zeichen für den Willen Kasachstans, Verantwortung zu übernehmen und die Werte, für die die OSZE steht, zu verteidigen", so die Außenministerin abschließend.

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