Niederwieser: "Schule-Schwarz" bedeutet düstere Zukunft für unsere Kinder

Rein parteipolitisch motivierte Ablehnung der gemeinsamen Schule der Vielfalt

Wien (SK) - "Die ÖVP ist schulpolitisch wieder voll auf dem alten Gehrer-Kurs. Anstatt auf die gemeinsame Schule der Vielfalt setzt die ÖVP weiter auf 'Schule-Schwarz'", kritisierte SPÖ-Bildungssprecher Erwin Niederwieser die heutigen Angriffe von ÖVP-Generalsekretär Hannes Missethon gegen Ministerin Schmied. "Das ist sehr schade und ungerecht, denn die frühe Selektion von Kindern hat gezeigt, dass die, die nicht mehr gefördert werden, eine 'schwarze Zukunft' vor sich haben." ****

Bildungsministerin Claudia Schmied habe nach jahrelangem Stillstand endlich Bewegung in die Diskussion gebracht und immer betont, dass es nicht innerhalb eines Jahres ein neues Schulsystem geben werde. Die gemeinsame Schule wird in Modellregionen erprobt, es wird mehr innere Differenzierung und individuelle Förderung für unsere Kinder geben. "Es darf nicht sein, dass Kindern mit der Frühselektion im Alter von neun Jahren Bildungschancen genommen werden, das ist eines reichen Industrielandes wie Österreich unwürdig", so Niederwieser.

"Die ÖVP will mit ihrem rückwärts-gerichteten und antiquierten Kurs davon ablenken, dass sich auch innerhalb ihrer Partei zunehmend eine neue Generation zu Wort meldet, die sich an internationalen bildungspolitischen Standards und pädagogischen Modellen orientiert", so Niederwieser. Der SPÖ-Bildungssprecher verwies auf die steirische Bildungslandesrätin Edlinger-Ploder, die in der ÖVP "Angst vor dem Fremden" ortete. Zu dieser neuen Generation in der ÖVP gehörte auch ÖVP-Bildungsstadträtin Cortolezis-Schlager. Es sei schade, dass sie sich heute von Missethon vor den Karren der "schwarzen-Schule" spannen ließ; das zeige, wie sehr die ÖVP-Spitze bemüht ist, ihre Mitglieder wieder "auf Linie" zu bringen. (Schluss) sl

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