Hofer: Strategien des UNO-Klimarats sind Wahnsinn

FPÖ will mit erneuerbarer Energie Österreichs Energieautonomie erreichen

Wien (OTS) - Als blanken Wahnsinn bezeichnet FPÖ-Umweltsprecher NAbg. Norbert Hofer die Strategien, die im UNO-Klimarat erarbeitet werden, um den Klimakollaps abzuwenden. Anstatt nachhaltig auf erneuerbare Energien zu setzen, will man in Zukunft wieder verstärkt auf die Kernkraft setzen und die Unmengen CO2, die von kalorischen Kraftwerken produziert werden, unterirdisch speichern. Außerdem soll die Grüne Gentechnik mehr Ertrag von nachwachsenden Energierohstoffen ermöglichen.

Norbert Hofer: "Ich bin beinahe sprachlos ob der irrsinnigen Ideen, die hier produziert werden. Die noch stärkere Nutzung der Kernkraft würde Österreich immer weiter in die Abhängigkeit treiben. Abgesehen davon werden die Uranvorräte nach derzeitigem Stand in 58 Jahren erschöpft sein. In Anbetracht dessen, dass China ein AKW nach dem anderen baut, wird diese Zahl sinken. Von Nachhaltigkeit kann bei der Atomenergie also keine Rede sein."

Hofer weist auch darauf hin, dass die Österreicher ohnehin eindeutige Gegner der Nutzung von Atomenergie sind und schon alleine deshalb für die FPÖ ein Weg in Richtung Kernkraft undenkbar ist.

Die angedachte CO2-Sequestierung stellt bei vernünftiger Betrachtung mehr Probleme dar, als Nutzen gezogen daraus gezogen werden kann. Die unterirdische Lagerung kann nämlich nur mit sehr hohem Energieaufwand erfolgen, was wiederum den Wirkungsgrad von Kraftwerken beträchtlich senken würde. Derzeit müsste man weltweit 70 Milliarden Kubikmeter CO2 verbringen, die Kosten und Risiken wären enorm und nicht zu verantworten. Die Abscheidung des CO2, die anschließende Verdichtung und der notwendige Transport verbrauchen rund ein Drittel der vom Brennstoff erzeugten Energie.

Hofer: "Auch der Einsatz der Grünen Gentechnik wird von der FPÖ strikt abgelehnt. Bei Energiepflanzen ist außerdem darauf zu achten, dass durch den Einsatz von Grüner Gentechnik und von Pestiziden die günstige Ökobilanz nicht umgedreht wird. Durch Stickstoffdünger wird das schädliche Treibhausgas Lachgas frei. Außerdem wurden zur Gewinnung von Bio-Ethanol inn Brasilien Millionen Hektar Regenwald gerodet. Genmanipulation an Pflanzen und die Abholzung des Regenwaldes sind Verbrechen an der Natur. Das ist der falsche Weg."

Für die FPÖ kann es daher nur einen Weg geben und dieser liegt im Umstieg auf erneuerbare Energiequellen - ohne Ausreden und ohne Verzögerungsstrategien zugunsten endlicher Ressourcen. Norbert Hofer:
"Vor allem Österreich hat einen reichen Schatz an erneuerbaren Quellen, den es zu nutzen gilt. Es besteht kein Zweifel daran, dass fossile Energieträger immer teurer werden müssen, da die Vorräte knapper werden. Und auch Kernkraft ist aufgrund der endlichen Ressourcen an Uran keine Alternative. Österreich muss sich unabhängig machen, das ist die wichtigste Investition in die Zukunft. Ein Land, das seinen Energiebedarf aus heimischen, erneuerbaren Ressourcen decken kann, wird in Zukunft einen enormen wirtschaftlichen Vorteil haben, der für Wohlstand und sozialen Frieden sorgen kann."

In diesem Zusammenhang fordert die FPÖ auch eine EU-weite Offensive zur Sanierung des gesamten Althaus- und Altwohnungsbestandes innerhalb der nächsten 20 Jahre. Wohnungen in Altbauten haben nämlich einen Energiebedarf von bis zu 500 kWh/m2, der durchschnittliche Verbrauch bei Wohnungen in Österreich liegt bei 230 kWh/m2, ein Niedrigenergiehaus braucht im Vergleich 75 kWh/m2 und ein Passivhaus nur 17 kWh/m2.

"Wir haben im Nationalrat bereits eine Sanierungsoffensive für Österreich beantragt. Ich fordere diese nun für die gesamte Union ein. So könnte unheimlich viel Energie gespart werden, was auch die Reduktion der CO2-Emissionen bedeutet. Diese Maßnahme hätte zudem auch andere positive Aspekte. Alleine in Österreich könnten so in den nächsten 20 Jahren 20.000 Arbeitsplätze im Baugewerbe und Baunebengewerbe geschaffen werden. Außerdem wohnen meist ärmere Menschen in alten Wohnungen, diese würden durch eine Sanierung massiv entlastet.", so Hofer.

Die FPÖ will deshalb eine Bundesförderung für die Sanierung von Althäusern und Altwohnungen in der Höhe von 10 Prozent der anrechenbaren Investitionskosten. Wird dieser Schritt EU-weit vollzogen, würde dies auch die Budgets der Mitgliedsstaaten entlasten, da durch die vielen neu geschaffenen Arbeitsplätze die Kosten für die Arbeitslosigkeit dramatisch sinken würden. Norbert Hofer abschließend: "So stelle ich mir echte Subsidiarität vor, auf Traktorsitzverordnungen kann hingegen verzichtet werden."

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