Bollmann begrüßt EU-US-Luftfahrtabkommen - wichtiger Schritt für "Open Sky"

Neue Strecken, neue Märkte für die europäische Luftverkehrswirtschaft

Wien (PWK321) - "Die Unterzeichung des EU-US Luftfahrtsabkommens
ist ein wichtiger Schritt, das Fernziel eines umfassenden Abkommens besteht jedoch weiterhin", so Harald Bollmann, Sprecher der Verkehrswirtschaft in der WKÖ, anlässlich der Unterzeichnung.

"Das aktuelle Abkommen, dem der US-Kongress nicht zustimmen muss, ist ein wichtiger Schritt, um der europäischen Luftverkehrswirtschaft neue Strecken, neue Märkte zu öffnen." Auch den Passagieren dürfte der mit der Liberalisierung des transatlantischen Luftraumes einhergehende gesteigerte Wettbewerb in Form niedrigerer Preise entgegen kommen. In den ersten 5 Jahren werden auf diesem Markt bis zu 25 Mio. zusätzliche Passagiere erwartet, erläutert Bollmann.

Das vorliegende Abkommen bietet laut Bollmann vor allem drei Vorteile:
Erstens können europäische Airlines nunmehr von jedem beliebigen EU-Flughafen jedes Ziel in den USA anfliegen, ohne aus dem eigenen Herkunftsland operieren zu müssen.
Zweitens könnten die Europäer auch von Miami nach Mexico City fliegen.
Drittens dürfen EU- Fluggesellschaften nun erstmals am so genannten "Fly America"-Programm teilnehmen und US-Regierungsangestellte - mit Ausnahme des US-Verteidigungsministeriums - befördern und bestimmte Frachtflüge durchführen.

Das Luftverkehrs-Abkommen stellt die erste und entscheidende Stufe der Verwirklichung einer größeren Vision, der "Open Aviation Area" oder "Open Sky" genannt, dar. Diese soll gleichberechtigte Möglichkeiten für den Marktzugang von Fluggesellschaften und für Beteiligungen an den Unternehmen schaffen. Entstehen soll ein offener und vollständig liberalisierter transatlantischer Markt und damit faktisch eine Freihandelszone im Luftverkehr.
Eine solche "Open Aviation Area" hätte über den transatlantischen Raum hinaus Bedeutung (z.B. Harmonisierung der Sicherheits-Maßnahmen, Wettbewerbsregeln, Umwelt-Belange,…) und könnte ein Modell für die Überwindung des hergebrachten Systems bilateraler, häufig restriktiver Luftverkehrsabkommen sein. Dieses Ziel müsse die europäische Union auch weiterhin verfolgen, so Bollmann abschließend. (Ne)

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