Landau: "Junge arbeitslose Menschen brauchen erste Chance!

Caritas verweist auf Erfolg von maßgeschneiderten Angeboten

Wien (OTS) - Anlässlich des heutigen "Tages der Arbeitslosen" erinnert Caritasdirektor Michael Landau besonders an die Situation Jugendlicher und junger Erwachsener, die Arbeit suchen und keine finden: "Es gibt kaum ein schlimmeres Signal an diese jungen Menschen, als dass sie nicht gebraucht werden. Viele von ihnen brauchen keine zweite, sondern eine erste Chance, um auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen!"

Die Anfang April veröffentlichten gesunkenen Arbeitslosenzahlen wären kein Grund für Jubelrufe, sondern Anlass, die Anstrengungen zur Integration besonders benachteiligter Gruppen weiter zu verstärken. Diese profitierten nämlich nicht in gleichem Ausmaß von einem "positiven Konjunkturklima", wie gut ausgebildete Fachkräfte. "In Wien waren laut AMS 9724 junge Menschen unter 25 Jahren arbeitslos gemeldet, österreichweit waren es mehr als 36.000", gibt Landau zu bedenken.

Die Ergebnisse des jüngst abgeschlossenen Equal-Projekts "Generation 19+" für junge Langzeitarbeitlose zwischen 19 und 30 Jahren zeigten, wie wichtig und erfolgreich maßgeschneiderte Angebote für diese Gruppe seien: "Wir müssen die Menschen dort abholen wo sie stehen!" betont Landau. Die Erfolgsquote des Projekt liegt bei 60 Prozent.

Einer der Gründe, der den Zugang junger Menschen ohne Ausbildung und Berufserfahrung zum Arbeitsmarkt erschwert, ist ihr Ausschluss von der Teilnahme an Angeboten des Arbeitsmarktservice. Indem sie keinen Anspruch auf Leistungen des AMS wie Arbeitslosengeld und Notstandshilfe haben, haben sie auch keinen Zugang zu Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik. "Dieser Ausschluss der SozialhilfeempfängerInnen ist gesellschaftspolitisch kontraproduktiv, und weder sachlich noch vom menschlichen Standpunkt zu rechtfertigen", sagt der Caritasdirektor. Als erwerbsfähig eingestufte SozialhilfebezieherInnen sollten künftig vom AMS betreut, gefördert und vermittelt werden, fordert Landau. "Dafür braucht es aber auch geeignete Angebote wie eben das jetzt abgeschlossene "Generation 19+"."

"Wir sehen in allen unseren Angeboten sehr deutlich:
langzeiterwerbslose Menschen können, sollen und wollen gefordert werden", sagt Landau. "Am Tag der Arbeitslosen wünsche ich mir für diese Menschen, dass die positiven Erfahrungen und innovativen Ansätze aus solchen Projekten rasch in den Regelbetrieb der Arbeitsmarktpolitik übernommen werden. Und ich betone noch einmal:
Wichtig ist dabei, die Menschen dort abzuholen, wo sie gerade stehen, die Angebote müssen also zielgruppenorientiert und maßgeschneidert sein, dann zeigen sie auch Erfolg."

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