Caspar Einem begrüßt europäisches Sozialpartnerabkommen zu Gewalt und Belästigung am Arbeitsplatz

Europäische Sozialpartnerschaft demonstriert erneut Lösungskompetenz. Herausforderung bleibt die autonome Umsetzung des Abkommens durch die Sozialpartner

Wien (OTS) - Anlässlich des heute in Brüssel in Beisein von EU-Kommissar Vladimír Spidla unterzeichneten Abkommens der europäischen Sozialpartnerverbände BusinessEurope/UEAPME und CEEP auf Arbeitgeberseite sowie EGB auf Arbeitnehmerseite stellt CEEP-Präsident Caspar Einem fest, dass Gewalt und Belästigung am Arbeitsplatz in jeglicher Form völlig inakzeptabel sind. Nach zehnmonatiger Verhandlungsdauer wird nunmehr ein wichtiges Vorhaben aus dem derzeitigen Arbeitsprogramm der Sozialpartner auf EU-Ebene zum Abschluss gebracht. Die europäischen Sozialpartner setzen mit dem vorliegenden Abkommen daher auch ein deutliches Signal ihrer Handlungsfähigkeit.

Im Wesentlichen zielt das Abkommen darauf ab, entsprechendes Bewusstsein zu schärfen, um ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das möglichst bereits präventiv Gewalt und Belästigung am Arbeitsplatz verhindert. Das Abkommen sieht jedoch auch praxistaugliche Instrumente vor, wie mit konkreten Fällen von Gewalt und Belästigung am Arbeitsplatz umgegangen werden kann. Insofern haben die Sozialpartner einen wichtigen Beitrag geliefert, EU-weit gültige Mindeststandards zu setzen sowie bereits bestehende rechtliche Vorgaben inhaltlich zu ergänzen.

Nach dem Abkommen zur Telearbeit aus dem Jahr 2002 und der Rahmenvereinbarung zu Stress am Arbeitsplatz von 2004 ist dies die dritte Vereinbarung der europäischen Sozialpartner, die nicht in Form einer EU-Richtlinie umgesetzt wird, sondern durch die Sozialpartner der Mitgliedstaaten selbst. "Das entsprechende Follow-up auf nationaler Ebene muss sicher stellen, dass das Instrument eines autonomen Sozialpartnerabkommens auf EU-Ebene auch in Zukunft sowohl für Arbeitgeber als auch für Arbeitnehmer attraktiv bleibt", stellt Einem abschließend fest.

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