Girls Day: Biomasse als Zukunftsfeld

Mädchen sollen verstärkt technische Berufe ergreifen

Wien (OTS) - Am jährlich stattfindenden "Girls Day" können sich Schülerinnen über ihre beruflichen Zukunftsaussichten und berufliche Chancen abseits traditioneller Berufswege informieren. Ziel ist es, die Breite der Mädchen in Sachen Berufswahl zu erweitern und sie zu motivieren, neue und auch für Mädchen bislang ungewöhnliche Ausbildungswege zu gehen. Mit den Bundesgärten und der Höheren Bundeslehr- und Forschungsanstalt für Landwirtschaft, Landtechnik und Lebensmitteltechnologie Francisco-Josephinum in Wieselburg nehmen auch Dienstellen des Lebensministeriums am Girls Day teil. Dies teilt das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft mit.

Mädchen entscheiden sich immer noch hauptsächlich für traditionelle Berufe, in denen Frauen stark vertreten sind, wie z. B. Friseurin, Bürokauffrau oder Verkäuferin. Die Folge sind geringere Einkommen und schlechtere Jobaussichten. Bei der Berufswahl spielt auch das Umfeld eine große Rolle, oft werden Mädchen technische Fähigkeiten nicht zugetraut. Dabei halten sich rund 40 Prozent der im Rahmen der NÖ Frauenstudie befragten Mädchen für technisch begabt und würden auch gerne einen technischen Beruf ergreifen.

In den Wirkungsbereich der HBLFA Francisco Josephinum Wieselburg -BLT (Biomass Logistics Technology) gehört u.a. die Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der Landtechnik und der nachwachsenden Rohstoffe. In Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum Austrian Bioenergy Centre, das vorwettbewerbliche Forschung und Entwicklung am Sektor "Energetische Nutzung von fester Biomasse" durchführt, stehen am Girls Day interessierten Mädchen das Brennstofflabor, der Motorenprüfstand, das Versuchslabor für Biomassefeuerungen und das CNC-Labor mit CAD offen.

Die Bundesgärten, eine Dienststelle des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft, managen sieben der bedeutendsten historischen Gärten Österreichs - Augarten, Belvederegarten, Burggarten, Volksgarten und Schlosspark Schönbrunn in Wien, Hofgarten und Schlosspark Ambras in Innsbruck. Die Aufgaben der Bundesgärten sind die Pflege und Erhaltung dieser Gärten und die Kultivierung bedeutender historischer Pflanzensammlungen. Die Direktorin der Bundesgärten Brigitte Mang setzt bereits jetzt stark auf weibliche Lehrlinge. Derzeit ist bereits knapp die Hälfte der Lehrlinge der Bundesgärten weiblich. Gefördert wird die Aufnahme von Mädchen insbesondere für die bis dato für Frauen atypischen Lehrberufe Landmaschinen- und Metalltechnik. Am Töchtertag wird es für interessierte Mädchen eine Vorführung von Baumschneidearbeiten, eine Führung durch den Fuhrpark und Workshops (Herstellen einer Gartenbank, Zerlegen und Zusammenbau eines Motors) geben. Dies teilt das Lebensministerium abschließend mit.

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