Erfolg für LH Jörg Haider: Weg für Gemeinsame Schule in Villach ist frei

Schulgipfel zu Villacher Raumproblematik mit LH Haider, Bgm. Manzenreiter und LSR-Präsidentin Egger

Klagenfurt (LPD) - Der Weg für die Gemeinsame Schule in Villach
ist frei. Die Letzt-Entscheidung muss aber das zuständige Bildungsministerium treffen. Denn Villach kann angesichts der massiven Raumproblematik in Villachs AHS und Hauptschulen entweder eine eigene Gemeinsame Schule oder eine dritte AHS neben den beiden bestehenden Gymnasien bekommen. Das teilte Landeshauptmann Jörg Haider heute, Mittwoch, im Anschluss an den von ihm initiierten Villacher Schulgipfel mit. Haider: "Wenn der Bund Ja zur Gemeinsamen Schule in Villach sagt, wird es die Gemeinsame Schule in Villach geben und Kärnten kann noch stärker als "Eisbrecher" für die Gemeinsame Schule agieren."

Grund für den Platzmangel in den Villacher Schulen ist, dass es immer mehr Schüler aus den Randgemeinden in die Bezirkshauptstadt strömen. Für das Schuljahr 2007/08 konnte man sich laut Haider noch durch die Anmietung zusätzlicher Räumlichkeiten aushelfen. "Den Mangel als Chance für die Gemeinsame Schule in Villach nützen", erklären Haider und Landesschulratspräsidentin Claudia Egger als Ziel und hoffen jetzt auf die Bildungsministerin. Die Bildungsministerin habe ihm, Haider, gegenüber jedenfalls den Wunsch nach mehr Schulversuchs-Standorten in Kärnten, darunter auch Villach, geäußert, sagte der Landeshauptmann. Der Weg zur Gemeinsamen Schule könne auch nur über Schulversuche gehen, da für eine flächendeckende Umsetzung eine Zweidrittelmehrheit im Parlament nötig wäre. "Was also Wien ankündigt ist weder sinnvoll noch umsetzbar. Finnland hat zehn Jahre für die Reform des Bildungssystems gebraucht. Das zeigt: Der Weg ist das Ziel. Und diesen Weg will ich für Kärnten und Österreich mit Claudia Schmied gehen."

In der Gemeinsamen Schule soll es laut Haider und Egger vor allem einen individualisierten Unterricht geben, der sich nach Talent, Fähigkeiten und Anforderungen der Schüler richtet. Allen Schülern sollen die gleichen Chancen geboten werden, niemand auf der Strecke bleiben. Haider sieht darin auch einen wichtigen Weg der Ausbildung des Facharbeiternachwuchses. Laut der Landesschulratspräsidentin arbeitet eine Kärntner Projektgruppe bereits seit zweieinhalb Jahren an einem entsprechenden Konzept. Es gebe auch viele Pädagogen, die von der Initiative überzeugt seien und sich in diesem Sinne weiterbilden würden. Der Landeshauptmann nannte diese Lehrerinnen und Lehrer "Pioniere der Gemeinsamen Schule".

Am heutigen Schulgipfel im Spiegelsaal der Landesregierung nahmen neben Haider und Egger auch Bildungslandesrat Uwe Scheuch, Vertreter des Landesschulrates und der Villacher Schulen sowie Vertreter der Stadt Villach mit Bürgermeister Helmut Manzenreiter an der Spitze teil.
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