Vereinbarkeit von Familie und Beruf stärkt Industriestandort Österreich

IV begrüßt die Flexibilisierung des Kinderbetreuungsgeldes - Bedarf an Betreuungsplätzen für Kleinkinder wird weiter steigen

Wien (OTS) - (PdI) Eine gelungene Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist gesellschaftlich notwendig, ökonomisch sinnvoll und wird aufgrund der demografischen Entwicklung auch arbeitsmarktpolitisch immer stärker an Bedeutung gewinnen. "Arbeiten einerseits Familie andererseits sind die zwei wesentlichen Säulen menschlichen Lebens. Es ist für unsere wirtschaftliche Zukunft, aber auch für den sozialen Zusammenhalt und die Lebensqualität entscheidend, dass die Menschen in unserem Land Beruf und Familie gut verbinden können", betonte Mag. Markus Beyrer, Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), anlässlich einer Veranstaltung zur Zukunft der Kinderbetreuung im Haus der Industrie.

Die IV begrüßt die geplante Flexibilisierung des Kinderbetreuungsgeldes, mit der künftig ein höherer Bezug in einem kürzeren Zeitraum möglich sein werde. "Eine notwendige Voraussetzung dafür ist aber, dass es für Kleinkinder genügend Betreuungsplätze gibt. Denn wenn die Eltern wieder ins Erwerbsleben einsteigen, dann brauchen sie eine qualitativ hochwertige und zeitlich ausreichende Betreuung für ihr Kind", so Mag. Georg Kapsch, Vorsitzender des IV-Ausschusses für Gesellschaftspolitik.

Startschuss für einen Ausbau der Kinderbetreuung ist wichtig

Das Familienministerium geht davon aus, dass etwa 40% der Bezieherinnen und Bezieher sich künftig für die kürzere Bezugsdauer des Kinderbetreuungsgeldes entscheiden werden. Das wird automatisch einen erhöhten Bedarf von Betreuungsplätzen für Kleinkinder nach sich ziehen. Dieser Bedarf kann in einer gemeinsamen Initiative von Bund und Ländern schrittweise abgedeckt werden. "In einer ersten Phase könnten 5.000 Plätze für Kleinkinder geschaffen werden. Das ist finanziell und organisatorisch machbar", unterstrich Kapsch die Notwendigkeit eines Startschusses für einen Ausbau der Kinderbetreuung. Er betonte, dass die Wirtschaft die Frauen nicht zu Lasten der Kinder wieder früher im Job haben möchte: "Aber für die Familien braucht es eine qualifizierte Auswahl an Varianten bedarfsgerechter Kinderbetreuung. Und ohne Kinderbetreuungseinrichtungen gibt es diese Wahlmöglichkeit nicht."

Auch Unternehmen können einen Beitrag zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf leisten und sie tun das auch: Die Palette reicht dabei von flexiblen Arbeitszeiten über Unterstützung der Kinderbetreuung bis zu Bewusstseinsbildung. "Um das Engagement auszubauen brauchen auch die Unternehmen die Unterstützung des Gesetzgebers. Während die Inanspruchnahme von Betriebskindergärten lohnsteuer- und sozialversicherungsfrei für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ist, sind überbetriebliche Kinderbetreuungseinrichtungen oder Kinderbetreuungsgutscheine jedoch abgabenpflichtig. Eine Gleichbehandlung dieser freiwilligen Sozialleistungen von Unternehmen ist - wie vor kurzem von Staatssekretärin Marek gefordert - für alle Beteiligten sinnvoll", so Kapsch.

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