Sozialpartner in der Papierindustrie: "Wachstum und Beschäftigung in Österreich sichern"

Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit gemeinsames Anliegen - Kurskorrektur in der Energie- und Klimaschutzpolitik zur Sicherung heimischer Standorte dringend notwendig

Wien (PWK310) - Mit einer gemeinsamen Erklärung als Ergebnis eines kürzlich stattgefundenen Wirtschaftsgesprächs wenden sich die Sozialpartner in der Papierindustrie an die Politik. Die Gewerkschaft der Chemiearbeiter, die Gewerkschaft der Privatangestellten - Druck, Journalismus, Papier, der Fachverband der Papierindustrie und Austropapier, die Vereinigung der Österreichischen Papierindustrie, zeigen in einem gemeinsamen Forderungspapier dringenden politischen Handlungsbedarf zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Papierindustrie auf.

"Gesunde und moderne Arbeitsplätze, hohe Standards in der Aus- und Weiterbildung, ausreichende Verfügbarkeit von Rohstoffen zu wettbewerbskonformen Preisen, langfristig verlässliche Rahmenbedingungen in der Energie- und Umweltpolitik mit Rücksichtnahme auf breiten internationalen Gleichklang sowie ein investitions- und innovationsförderndes Umfeld sind unabdingbare Voraussetzungen zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit österreichischer Standorte der Zellstoff- und Papierindustrie. Wir müssen jetzt die Chance nützen, diesen wichtigen heimischen Wirtschaftszweig durch Verbesserung kritischer Rahmenbedingungen zukunftsfit für den globalen Standortwettbewerb zu machen" - das betonten Alfred Artmäuer, geschäftsführender Vorsitzender der Gewerkschaft der Chemiearbeiter, Roman Krenn, Sekretär des Geschäftsbereiches Interessenvertretung in der Gewerkschaft der Privatangestellten -Druck, Journalismus, Papier, Thomas Salzer, Obmann des Fachverbands der Papierindustrie und Dkfm. Michael Gröller, Präsident der Austropapier, der Vereinigung der Österreichischen Papierindustrie.

In diesem Sinne fordern die vier Organisationen insbesondere die raschest mögliche Beseitigung des durch die einseitige Biomasse-Förderpolitik und den Ausschluss der Stromerzeugung aus Lauge entstandenen Standortnachteils der österreichischen Zellstoff-und Papierindustrie. Dabei denkt man an eine Kompensation bzw. neue Anreize für Anlagen, die zwar Strom aus erneuerbaren Energieträgern wie Biomasse erzeugen, jedoch vom Ökostrom-Förderregime ausgeschlossen sind. In anderen EU-Staaten existieren bereits solche Ausgleichsregelungen.

Die gemeinsame Erklärung der vier Organisationen betont auch die Anerkennung des Mehrwerts der integrierten stofflichen und bio-energetischen Nutzung von Holz in der Zellstoff- und Papierindustrie, sowohl hinsichtlich der Wertschöpfung als auch hinsichtlich der Arbeitsplätze, gegenüber der einseitigen energetischen Nutzung von wertvollem Holz. Aus diesem Grund darf die ambitionierte österreichische Ökostrom-Förderpolitik die Holzversorgung der Zellstoff- und Papierindustrie nicht länger gefährden. Die vier Organisationen fordern daher eine Neuausrichtung der Biomasseförderung, die Unterstützung der Initiativen der Forstwirtschaft zur verbesserten Nutzung nachhaltig vorhandener Holzreserven im heimischen Wald, die Förderung der Bereitstellung von Energieholz und die Mitberücksichtigung der Leistungen der Zellstoff-und Papierindustrie für eine erfolgreiche Energie- und Klimaschutzpolitik. (JR)

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Austropapier - Vereinigung der Österreichischen Papierindustrie
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Tel.: (++43) 58886-273
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