ÖVP-Frauen konkret: „Girls Day“ soll Mädchen Mut machen

Interessen wecken – Begabung leben – widersinnige Rollenzuweisungen aufheben

Wien, 25. April 2007 (ÖVP-PD) „Es ist mir wichtig, es jungen Frauen einfacher zu machen, sich auch für einen frauenuntypischen Beruf zu entscheiden" so ÖVP-Bundesgeschäftsführerin Michaela Mojzis anlässlich des morgigen „Girls Day“. Die ÖVP-Frauensprecherin Maria Rauch-Kallat, die stv. Bundesobfrau
Elisabeth Zanon und die ÖVP-Bundesgeschäftsführerin unterstrichen, wie wichtig es sei, jungen Frauen Mut zur untypischen Berufswahl zu machen, um sich selbst mehr Chancen – sowohl am Arbeitsmarkt als auch für die gesellschaftliche Positionierung - zu eröffnen. ****

"Mein Ziel ist es, Politik für Frauen im Politik-Management, im Ehrenamt und in politischen Funktionen attraktiver zu machen", stellt Mojzis fest. Hier gilt es auch neue Kommunikationsformen und -medien zu etablieren. Bei den Internetusern hat sich in den
letzten zehn Jahren die Anzahl der Frauen fast verdoppelt - dies
ist ein klares Indiz dafür, dass Frauen mit diesem Kommunikationsmedium viel anfangen können. "Hier wird die ÖVP ihre führende Position ausbauen, Diskussionskultur und Diskussionsmöglichkeiten noch mehr forcieren", bei gleichzeitiger Weiterführung von politischen Mentoringprogrammen speziell für Frauen. "In der ÖVP waren und sind kraftvolle Frauen federführend tätig und es werden mehr", so Mojzis.

ÖVP-Frauensprecherin Maria Rauch-Kallat wies darauf hin, dass es beim Girls Day darum geht, mit der immer noch sehr ungleichen Verteilung bei Berufswahl und -wünschen zwischen Burschen und Mädchen aufzuräumen. „Rund 70 Prozent aller Mädchen finden in nur fünf Berufsfeldern ihre Heimat. Das sind Berufe wie Bürokauffrau, Friseurin, Einzelhandelskauffrau, Restaurantkauffrau und Köchin – typische Frauenberufe, die schlechter bezahlt sind, wo die Zukunftsaussichten nicht so gut sind und eine geringere Arbeitsplatzsicherheit gegeben ist.“ Aber auch bei der höheren Ausbildung spiegelt sich dieses Bild in der Studienauswahl wider:
Sprachen, Pädagogik und Psychologie werden von jungen Frauen bevorzugt gewählt, während der Anteil der weiblichen Studierenden an den technischen Universitäten nur knapp 20 Prozent beträgt. Dabei unterstrich Rauch-Kallat, wie wichtig es sei, schon frühzeitig zu planen: „Die Berufswahl hat wesentliche Auswirkungen auf Verdienst, das gesellschaftliche Ansehen und spätere Beschäftigungsmöglichkeiten sowie berufliches Fortkommen.“

Genau deshalb soll der Girls Day, der letztes Jahr in Österreich bundesweit erstmals durchgeführt wurde, jungen Mädchen Einblicke in frauentuntypische Berufe geben und Mädchen in Richtung Karriereplanung einen Impuls geben. „Männer planen viel strategischer, auch ihre eigene Karriere, Frauen überlassen viel dem Zufall. Wir wollen Mädchen anhand von Gesprächen mit Erfahrenen und Experten nicht nur auf den Geschmack bringen, frauenuntypische Berufe zu ergreifen, sondern auch auf die Idee bringen, Karriereplanung aktiv zu betreiben. 2010 wird es einen Mangel an Facharbeitskräften geben, „das wäre eine enorme Berufschance für junge Mädchen und Frauen, weil wir wissen, dass gerade diese Berufe praktisch keine Einkommensunterschiede aufweisen. Es ist wichtig, Mädchen die Angst vor der Technik zu nehmen“, so Rauch-Kallat.

„Faktum ist: Frauen sind nicht in dieser Zahl in entscheidenden verantwortungsvollen Positionen des gesamten gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, wissenschaftlichen und technischen Lebens vertreten, wie es angebracht wäre und der Gesellschaft gut täte“, stellt die stv. Bundesparteiobfrau Elisabeth Zanon fest. „Wir als Politikerinnen haben die Verantwortung, jungen Mädchen die Möglichkeiten zu bieten und Mut zu machen.“ Es geht darum, banale Barrieren zu überwinden – technische Berufe brauchen weniger Muskelkraft, als allgemein vermutet wird. „Wir müssen bei Bildungs-und Berufsberatung Akzente setzen. Das soll im Sinne des lebensberatenden Lernens zu einer Laufbahnberatung werden, damit
der einzelne weiß, welche Möglichkeiten bei Qualifizierung und Besserqualifizierung vorhanden sind.“ Zanon abschließend: „Aber wir müssen uns auch um die Buben kümmern – das kommt letztendlich auch jungen Frauen wieder zugute, weil dabei traditionelle Rollenbilder aufgebrochen werden können. Wir haben uns im Rahmen des „Girls Day“ vor auch der Buben angenommen, um sie im Bereich von Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu sensibilisieren“, so Zanon abschließend.

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