SOS-Kinderdorf Mogadischu: Kinder und Mütter in Sicherheit gebracht.

Mogadischu/Innsbruck (OTS) - In den letzten zwei Tagen hat sich
die Sicherheitslage rund um die SOS-Kinderdorf-Einrichtungen in Somalias Hauptstadt derart verschlechtert, dass gestern in den frühen Morgenstunden alle Kinder, Mütter und Mitarbeiter evakuiert werden mussten. Sie kamen bei Freunden und Verwandten in anderen, relativ sicheren Vierteln von Mogadischu unter.

Laut Wilhelm Huber, Regionalleiter von SOS-Kinderdorf für Ostafrika, war auf Grund der gefährlichen Zuspitzung der Lage die Sicherheit für Kinder und ihre SOS-Mütter nicht mehr gewährleistet. Entsprechend der somalischen Tradition, dass Kinder und Frauen aus Kampfzonen evakuiert werden, haben wir die SOS-Familien an sichere Orte gebracht", so der aus Südtirol stammende Willhelm Huber.

Die SOS-Kinderdorf-Mütter, die darauf bestanden mit ihren Kindern zusammenzubleiben, fanden in Häusern von Verwandten und Freunden außerhalb der umkämpften Stadtviertel Unterschlupf. Die Jugendlichen konnten laut Huber mit ihren Betreuern ebenfalls in sichere Unterkünfte gebracht werden. Alle stehen mit der Dorfleitung, die am SOS-Gelände geblieben ist, in regelmäßigem Kontakt, auch das Regionalbüro telefoniert stündlich mit den Mitarbeitern vor Ort.

"Wir hoffen, dass sich die Situation bald entspannt und die Familien in ihr Zuhause zurückkehren können", sagt Wilhelm Huber. "Wer weiß, ob nicht jene Familien, die unseren Familien in dieser schwierigen Situation Zuflucht geben, uns eines Tages brauchen, wenn sich die Kämpfe verlagern sollten", so Huber über die besondere Hilfsbereitschaft der Menschen im krisengeschüttelten Mogadischu. "Der Mut der Kinder, Jugendlichen, SOS-Mütter und Mitarbeiter ist beeindruckend."

Insgesamt gibt es in Mogadischu neben dem SOS-Kinderdorf (82 Kinder, 13 Jugendliche und rund 30 Mitarbeiter), ein SOS-Jugendhaus, einen Kindergarten und zwei SOS-Hermann-Gmeiner-Schulen, die wegen Ferien geschlossen waren sowie eine SOS-Klinik, in die am Wochenende viele verwundete und sterbende Menschen gebracht wurden.

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