Neugebauer: Differenziertes Schulsystem hat sich bewährt

Zusammenarbeit zwischen SPÖ und LH Haider politisch brisant

Wien, 23. April 2007 (ÖVP-PK) „Es ist unverständlich, dass die SPÖ und Landeshauptmann Haider Hauptschule und Gymnasium abschaffen wollen. Das differenzierte Schulsystem hat sich bewährt“, sagt ÖVP-Bildungssprecher Fritz Neugebauer zu den heute, Montag, vorgestellten Plänen zu einer Gesamtschule in Kärnten. „Die ÖVP steht jedenfalls weiterhin für ein vielfältiges und differenziertes Schulsystem. Eltern sollen auch weiterhin die Freiheit haben, für ihre Kinder den Schultyp zu wählen“, so Neugebauer. ****

Die Vorgangsweise der SPÖ in dieser Sache sei jedenfalls „mehr als hinterfragenswert“: Im Regierungsübereinkommen sei verankert, „die bestehenden Schulversuche zu evaluieren. Wo sind die Ergebnisse dieser Evaluierung?“, fragt Neugebauer. „Experimente gibt es seit Jahren genug. Rein: Ihren Nutzen hat noch niemand wirklich wissenschaftlich nachweisen können“, sagt der ÖVP-Bildungssprecher.

Neugebauer fordert die SPÖ auf, „nun ihre Definition von Gesamtschule preiszugeben“ – denn wenn wie laut Aussagen von LH Haider damit ein Standort in Villach und ein Standort in Klagenfurt gemeint sind, „geht es der SPÖ wohl nur darum, den Namen Gesamtschule für ihre Alt-Ideologen unterzubringen – ein pädagogisches Modell sieht man hinter den unterschiedlichsten Ankündigungen der vergangenen Jahre aber schon lange nicht mehr.“

Auch internationale Beispiele zeigen, „dass nicht alles Gold ist, was im Gesamtschulmantel daherkommt“, so Neugebauer. So sei „die Gesamtschule im deutschen Hessen mittlerweile völlig gescheitert“, weil sich herausgestellt hat, dass der weitere Berufsweg der betreffenden Jugendlichen weniger erfolgreich
verlief. Auch in Schweden gibt es große Probleme – verbunden mit einer „Flucht vor der Gesamtschule in die katholischen Privatschulen“. Auch am von der SPÖ so oft zitierten Beispiel Finnland „lässt sich jedenfalls klar ablesen, dass das Modell Gesamtschule nicht der Weisheit letzter Schluss ist. Denn gerade Finnland hat eine der höchsten Jugendarbeitslosenraten in Europa“, so Neugebauer.

Stark zu hinterfragen sei aber vor allem „die Zusammenarbeit von SPÖ und BZÖ hinter dem Rücken des Koalitionspartners“, so Neugebauer. „Rot-Orange in Kärnten, Rot-Orange im ORF – und nun Rot-Orange auf Bundesebene“, so Neugebauer. „Die Achse Gusenbauer – Haider wird offenbar immer stärker.“

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