VP-Ekici: Vorschulische Betreuung als Schlüssel zur Integration

Integrationskonzept kann Kommunikation zwischen Kulturen verbessern

Wien (VP-Klub) - "Gerade der Kindergarten muss stärker als bisher als Integrationseinrichtung wahrgenommen werden", fordert die Integrationssprecherin der ÖVP Wien, LAbg. Sirvan Ekici. Die primäre Aufgabe des Kindergartens sei die Vermittlung der sprachlichen Kenntnisse. Doch es gehe auch um das aktive Erleben der kulturellen Werte und der Prinzipien unserer Gesellschaft.

"Es gibt derzeit keine aktive Integrationspolitik", kritisiert Ekici. "Menschen, die nach Wien kommen und am Leben in dieser Stadt teil haben wollen, werden von der SP-Stadtregierung alleine im Regen stehen gelassen. Das führt dann dazu, dass sich Menschen mit gleichem Migrationshintergrund selbst organisieren und sich zusammenschließen. Dies wiederum kann Integration erschweren", betont Ekici. "Wien braucht daher ein Integrationskonzept, damit der Austausch und die Kommunikation zwischen den unterschiedlichen Kulturen verbessert wird", fordert die VP-Integrationssprecherin.

Schleichende Ghettobildung erschwert Integration zusätzlich

Ein weiterer Grund für die erschwerte Situation von Integration ist die schleichende Ghettobildung in Wien. "Der Großteil der BürgerInnen und Bürger lebt in nur wenigen Wiener Bezirken, dies führt dazu, dass es in manchen Wiener Pflichtschulen einen MigrantInnenanteil von über 90% gibt. Die Vermittlung von Wissen und Werten unserer Gesellschaft wird damit ebenfalls massiv erschwert", betont Ekici. Da Bildung in Kombination mit Integration von zentraler Bedeutung sei, müsse auch die Verantwortung dafür auf ganz Wien verteilt werden. "Genau aus diesem Grund ist es erforderlich, dass in neuen Pflichtschulklassen der Anteil von SchülerInnen, bei denen bei der Schuleinschreibung ein spezifischer Sprach-Förderbedarf festgestellt wurde und die der Unterrichtssprache noch nicht ausreichend mächtig sind, auf 30% beschränkt wird", so Ekici.

Unpassende grüne Vorschläge sind noch immer besser als rote Untätigkeit

"Der Grünen-Vorschlag zur Quotenregelung bei Magistratsangestellten mit Migrationshintergrund entsprechend der Wiener Bevölkerung ist kein geeignetes Instrument der Integration, da Diskriminierung damit weiterhin stattfinden kann", betont Ekici. "Aber wenigstens kann durch Vorbringen von Vorschlägen eine öffentliche Diskussion stattfinden. Die Stadt Wien verweigert seit über zehn Jahren sowohl Integrationspolitik als auch eine Diskussion darüber. Integration wird damit massiv behindert", kritisiert Ekici. "Die ÖVP Wien fordert seit Jahren ein Integrationskonzept und Evaluierungen der getroffenen Maßnahmen", so die VP-Integrationssprecherin vorsichtig hoffnungsvoll: "Vielleicht kann die neue SP-Integrationsstadträtin mit dem Elan des Neubeginns endlich ein Integrationskonzept für Wien erstellen."

Rückfragen & Kontakt:

ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien
Tel.: (++43-1) 4000 / 81 913
Fax: (++43-1) 4000 / 99 819 60
presse.klub@oevp-wien.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPR0003