Kranzl präsentiert Forschungs-Arbeitsprogramm 2007: Ziel ist, unter die EU-Top-Drei zu kommen

Anreize für KMU schaffen

Wien (SK) - Der Forschung, Entwicklung und Technologie komme eine Schlüsselrolle zu, wenn Österreich im globalen Wettbewerb bestehen will, betonte Staatssekretärin Christa Kranzl am Montag bei der Präsentation der Arbeitsschwerpunkte 2007. "Die Richtung stimmt", so Kranzl mit Verweis darauf, dass die Forschungsquote derzeit bei 2,53 Prozent liege. "Ziel ist es, in die Top-Drei-Liga zu kommen." Das soll mit dem vorliegenden Arbeitsprogramm "Forschung gestaltet Zukunft" gelingen. Schwerpunkte sind die verstärkte Integration der KMU in die Forschungsförderung, die Optimierung im Bereich der "human resources" und die Verbesserung der Rahmen- und Zugangsbedingungen für Frauen in Wissenschaft und Technik. ****

Besonders freut es Kranzl, dass die Budgetverhandlungen in ihrem Bereich erfolgreich waren. "Mit dem Budget 2007/2008 bin ich sehr zufrieden", weist Kranzl auf eine höhere Dotierung als 2006 hin. So ist zu den 359 Mio. Euro für 2007 und den 359,8 Mio. Euro für 2008 in dieser Legislaturperiode noch ein Drittel des mit 500 Mio. Euro dotierten Klima- und Energiefonds hinzuzuzählen. Kranzl rechnet mit 166 Mio. Euro, die aus dem Fonds für Forschung im Bereich der Energieeffizienz zur Verfügung gestellt werden. Weiters erwartet Kranzl aus der Pauschalvorsorge in den nächsten zwei Jahren 70 Mio. Euro und aus der Nationalstiftung 30 Mio. Euro. Auch wies Kranzl darauf hin, dass es sich bei F&E um eine Querschnittmaterie handle und somit auch bei anderen Ministerien Forschungsmittel dotiert sind.

Weiters will Kranzl die in den Rahmenprogrammen der EU vorgesehenen Mittel optimal ausschöpfen. "52 Mrd. Euro warten, abgeholt zu werden", sagte Kranzl, die für österreichische Forschungsprojekte möglichst viel herausholen will.

Schwerpunkt Energieeffizienz und alternative Energieformen

Bei den bestehenden Programmen ihres Ressorts werde es Veränderungen geben, kündigte Kranzl an. "Was gut funktioniert, soll weitergehen, was nicht gut funktioniert, soll adaptiert werden." Besonders unterstützt werden sollen die Bereiche Energie, Energieeffizienz und alternative Energieformen, um den verstärkten Bemühungen zur Erreichung der Klimaschutzziele Rechnung zu tragen. So soll neben den zweckgewidmeten Mitteln aus dem Klima- und Energiefonds das neue Energieforschungsprogramm "e2050", das heuer starten wird, einen stärkeren Impuls hinsichtlich Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft und Klimaverträglichkeit liefern.

Wesentlich sei es, für KMU, die bisher nur unzureichend in den Forschungsprozess integriert sind, Anreize zu schaffen, sich aktiv an F&E-Tätigkeiten zu beteiligen. "Es geht darum, kleine und mittlere Unternehmen für Forschung zu motivieren und zu interessieren und dabei eine Win-Win-Situation zu schaffen", sagte Kranzl. Viele Unternehmer wissen nicht über die bestehenden Programme und Förderungen Bescheid. Daher soll es in Zusammenarbeit mit den Sozialpartnern eine intensive Informationskampagne geben und die Beratungen verstärkt werden. Ein spezielles Programm soll neue Kooperationsmöglichkeiten der KMU fördern. Weiters wünscht sich Kranzl die Ausweitung der speziellen Förderungen für die ersten drei Jahre eines Unternehmens. Im Rahmenprogramm seien sechs Jahre vorgesehen.

Verstärkt sollen Frauen angesprochen werden, die im Bereih Forschung und Technologie noch immer stark unterrepräsentiert sind. Das bestehende FEMTech-Programm wird daher 2007 auf 2,5 Mio. Euro erhöht und eine zusätzliche Förderlinie "FEMTech-Karrierewege" gestartet. Intensiviert werden soll auch der Bereich Forschung und Technik in der Schule. "Forschung und Technik soll in der Bildungskette bis zur Matura verstärkt verankert werden", betonte Kranzl. Hier sind Kooperationen mit dem Unterrichtsministerium geplant. Wesentlich sei es, zu vermitteln, dass es sich bei Forschung und Technologie um einen "Zukunftsbereich mit enormen Beschäftigungspotential" handelt.

Neuer Seibersdorf-Aufsichtsrat so rasch wie möglich einsetzen

Auf Anfrage erklärte Kranzl, dass in enger Zusammenarbeit mit der Industriellenvereinigung ein neuer Aufsichtsrat für Seibersdorf "so rasch wie möglich" einzusetzen sei. Wünschenswert wäre es bereits im Mai, aber etwaige Fristen seien natürlich einzuhalten. Kranzl tritt nicht für einen Gesamtaustausch des Aufsichtsrats ein, sondern für "punktuelle Veränderungen". Eine Reduzierung der Aufsichtsratsmitglieder von derzeit dreizehn auf neun hält Kranzl für wünschenswert. Wesentlich ist Kranzl ein adaptiertes Konzept, "schlankeste Verwaltung" und die Spezialisierung etwa auf den Themenbereich Energieeffizienz. Der neue Aufsichtsrat werde dann entscheiden müssen, ob man mit einem Geschäftsführer anstatt derzeit zwei das Auslangen findet. (Schluss) up

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