LH Haider: Kärnten mit "Gemeinsamer Schule" Vorreiter in Österreich

Start in Klagenfurt und Villach

Klagenfurt (OTS) - Im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem geschäftsführenden Landesparteiobmann der Freiheitlichen in Kärnten-BZÖ, Stefan Petzner und Klubobmann Kurt Scheuch erläuterte Landeshauptmann Jörg Haider heute, Montag, das Projekt "Gemeinsame Schule", das als Schulversuch im Herbst 2008 in Kärnten starten wird. "Der in Kärnten seit dem Landtagsbeschluss vor 2 Jahren vorbereitete Schulversuch der gemeinsamen Schule hat bei der neuen Bildungsministerin Schmied Akzeptanz und Anerkennung gefunden. Durch dieses Projekt wird Kärnten zur Bildungsregion und nimmt eine Vorreiterrolle in Österreich ein", freut sich der Landeshauptmann. Es gebe kein Bundesland, das bildungspolitisch ein solcher Vorreiter sei, wie Kärnten.

Der Schulversuch werde vorerst in den Städten Klagenfurt und Villach durchgeführt. In Klagenfurt werde das BORG mit einer Unterstufe ausgestattet und mit der Übungshauptschule zusammengeführt. In Villach solle der besonderen Problematik der vielen Anmeldungen im Bereich der Unterstufen Rechnung getragen werden und statt der Einrichtung neuer AHS-Unterstufenklassen die "Gemeinsame Schule" erprobt werden. Bei einem guten Anlaufen des Projektes sei aber auch die Ausweitung auf weitere Bezirksstädte möglich.

"Dieser Schulversuch ist auch deshalb wichtig, weil die frühe Selektion im Alter von 9 einhalb Jahren eine besondere Schwäche im derzeitigen Schulsystem darstellt. Das ist ein Zeitpunkt, zu dem die Begabungen und die Talente der Kinder oft noch unklar sind. Deshalb sind wir für ein offenes Bildungssystem, wo jedem der Zugang zu den Bildungswegen offen steht", so Haider. In diesem Zusammenhang werde sich die Bildungsministerin auch die in Kärnten bereits ab dem kommenden Schuljahr verwirklichte "Lehre mit Matura" anschauen. "Sie steht unserem Modell sehr positiv gegenüber und überlegt sich sogar eine österreichweite Einführung".

Als weitere Ziele der Kärntner Bildungspolitik nannte der Landeshauptmann die Einrichtung eines technischen Lehrganges im Fachhochschulbereich. Hier verzeichne die Universität Klagenfurt derzeit einen massiven Abgang. Gerade die technische Ausrichtung der Schüler und Studenten sei aber vorrangig, hier bestehe ein Mangel. "Mit unseren Projekten einer gemeinsamen Schule der Sechs- bis 14-jährigen, der Lehre mit Matura, der Werkmeisterschule und einem technischen Zweig im Fachhochschulbereich setzen wir österreichweit gute Markierungen", so Haider.

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