Brosz: Gemeinsame Schule in Kärnten wäre wichtiger Schritt

Grüne: Bislang nur Austausch eines Türschilds - Konkreter Vorschlag ist viel zu schwammig

Wien (OTS) - "Wenn Kärnten ab dem Schuljahr 2008/2009 tatsächlich eine Modellregion für eine gemeinsame Schule wird, wäre das ein wichtiger Schritt um die soziale Ungleichheit im österreichischen Schulsystem endlich wirksam zu bekämpfen. Der konkrete Vorschlag ist aber viel zu schwammig. Er wirft mehr Fragen auf als er Antworten gibt", so der Bildungssprecher der Grünen, Dieter Brosz.

"Eine Modellregion muss ausreichende finanzielle Unterstützung erhalten. Eine gemeinsame Schule kann nur dann funktionieren, wenn FörderlehrerInnen SchülerInnen mit Lernschwierigkeiten in den Schulen unterstützen. Davon ist aber überhaupt keine Rede. Auch das Budget 2008 sieht keine zusätzlichen Mittel vor. Einfach ein neues Türschild aufzuhängen, macht noch keine gemeinsame Schule," so Brosz.

"Die gemeinsame Schule kann in Modellregionen nur dann sinnvoll umgesetzt werden, wenn sichergestellt ist, dass alle SchülerInnen dieser Region die gemeinsame Schule besuchen. Zu kleine Regionen würden dazu führen, dass wieder nur ein Teil der SchülerInnen das Angebot nutzt und für andere Ersatzmöglichkeiten gesucht werden. Ein zusätzlicher Schultyp, der parallel zu den Gymnasien und Hauptschulen eingeführt wird, widerspricht der Idee einer gemeinsamen Schule," so Brosz.

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