Pressekonferenz: Die Antwort des bfi Wien auf den Fachkräftemangel

Wien (OTS) -

Mit: BM Dr. Bartenstein, AMS-Vorstand Dr. Kopf und bfi Wien Geschäftsführer Dr. Stage Ort: Berufsausbildungszentrum BAZ des bfi Wien, Engerthstr. 117, 1200 Wien

Die Antwort des bfi Wien auf den Fachkräftemangel:
Technische Ausbildungen im 2. Bildungsweg

Das Berufsausbildungszentrum führt im Auftrag des AMS Wien Intensivausbildungen für Facharbeiter/innen nach dem Berufsausbildungsgesetz durch. Die Intensivausbildungen für Bau-, Holz-, Metall-, Elektro- und EDV-Berufe bieten die realistische Chance, im zweiten Bildungsweg eine Lehrabschlussprüfung abzulegen. Die Ausbildungsdauer in einem modularisierten Lehrgang liegt zwischen 13 bis 17 Monaten, hängt aber von den Vorkenntnissen, den Lernerfolgen und den berufsspezifischen Notwendigkeiten ab.

Ausgewählte Fakten und Zahlen

Bei konstant 650 Ausbildungsplätzen wurden 707 Fachkräfte im Vorjahr ausgebildet. Der Betreuungsschlüssel ist ideal: ein/e Ausbildner/in steht 9,8 Kursteilnehmer/innen zur Verfügung. Die Trainer/innen kommen alle aus Wirtschaftbetrieben (Werkmeister/innen, Lehrlingsausbildner/innen etc.). Für deren Weiterbildung gibt das BAZ jährlich Euro 40.000,- aus - ebenfalls vom AMS Wien finanziert. Vor der unabhängigen Prüfungskommission der Wirtschaftskammer schaffen 94 % die Prüfungen beim ersten Mal und davon 30 % mit Auszeichnung!
Der Frauenanteil im BAZ stieg 2007 auf 11% (2006: 9%), in den Metall-und Elektroberufen sogar von 3 auf 6%.

Das AMS Wien finanzierte 2006 das BAZ mit Euro 8,3 Mio, die Kosten für eine Teilnehmer/instunde betrugen Euro 7,-.

Laut einer Evaluierung von 2002 finden 70 % der Teilnehmer/innen anschließend eine Stelle, und 80% arbeiten im gelernten Beruf. Zudem ist das Gehalt höher als vor der Ausbildung.
Die aktuelle Vermittlungsquote liegt bei Zerspannungstechnik bei 100 %, bei Mechatronik und Spenglerei bei 90 %, bei den übrigen Berufen bei ca. 70 %.

Karriere mit Lehre - 2 Erfolgsgeschichten

Frau Blümel absolvierte 1999 mit 21 Jahren beim BAZ die Lehre als Werkzeugmaschineurin. 2003 machte sie die Meisterprüfung für Maschinenbau, da sie sich auch den Ausbildungsbereich vorstellen kann. In ihrer Firma Enzesfeld CARO Metallwerke hat sie immer wieder die Gelegenheit, Lehrlinge anzuleiten. Heute ist sie froh, die Hauswirtschaftsschule abgebrochen zu haben.

Herr Mansour Fallah schloss mit 28 Jahren 1992 ebenfalls als Werkzeugmaschineur beim BAZ ab. Anschließend wurde er sofort von INA Austria übernommen. In dem metallverarbeitenden Betrieb arbeitet er mittlerweile als Abteilungsleiter des Geschäftsbereichs Lineartechnik. Berufsbegleitend hat er die Werkmeisterschule, die Studienberechtigungsprüfung, das TGM für Wirtschaftsingenieurwesen und den Exportlehrgang an der Wirtschaftsuniversität abgeschlossen.

Rückfragen & Kontakt:

Wilfried Weiss, Abteilungsleiter des BAZ
Engerthstr. 117, 1200 Wien
Tel.: 01/3327730/110
bfi.baz@bfi-wien.or.at, www.baz.at

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