DVB-T: Mit MUX B kommt mehr Programmvielfalt in Österreichs Antennenhaushalte

32 Programmanbieter haben sich für die Übertragung auf MUX B beworben - Start der weiteren Programme ist für Oktober 2007 geplant

Wien (OTS) - 32 Programmanbieter, davon je 16 TV- und Radio-Anbieter, haben bis 5. März 2007 Interesse an der Übertragung ihrer Programme auf MUX B bekundet. Die ORS hat gemeinsam mit einem Experten-Beirat eine Short-List der bestgereihten Anbieter erstellt und die Auswahlentscheidung vorbereitet. Bis Mitte Juni sollen die Detailverhandlungen abgeschlossen sein und die Programmanbieter auf MUX B feststehen. Mit Oktober 2007 soll MUX B on Air gehen.

Bis 5. März 2007 hatten Rundfunkanbieter Zeit, sich für die Übertragung auf MUX B zu bewerben. Die Österreichische Rundfunksender GmbH & Co KG (ORS), die die technische Infrastruktur baut und betreibt, ist mit dem Rücklauf der Programmanbieter sehr zufrieden. Insgesamt äußerten 32 Veranstalter ihr Interesse an der Übertragung auf dem zweiten Multiplex.

"Wir freuen uns sehr über das Feedback, das wir von den Programmveranstaltern erhalten haben," sagt Michael Wagenhofer, kaufmännischer Geschäftsführer der ORS. "Mit 16 TV- und 16 Radio-Anbietern haben wir ein breites Angebot an Programmanbietern, aus dem wir für die Belegung des MUX B ein für die Zuseher attraktives Paket schnüren können."

Auswahl fällt im Rahmen eines Beauty Contests

In den vergangenen Wochen bewertete die ORS gemeinsam mit einem Expertenbeirat - bestehend aus dem ehemaligen Stadtschulratspräsident und gegenwärtigen Restitutionsbeauftragten Kurt Scholz, dem Kommunikationswissenschaftler Thomas Steinmaurer (Uni Salzburg), dem Journalist und Rundfunkmanager sowie vormaligem ORF Generalintendant Gerhard Weis und der Medienfachfrau Alfreda Bergmann-Fiala - die Interessensbekundungen der Programmanbieter. Anhand der durch die KommAustria festgelegten Auswahlkriterien wurde gemeinsam eine Short List erstellt. Zentrale Auswahlkriterien bei der Erstellung der Short List waren Programmvielfalt, Konsumentennachfrage, Eigenproduktionsanteil und Österreichbezug. In Bezug auf die Serviceart werden den Richtlinien folgend Fernsehprogramme gegenüber Radioprogrammen und Zusatzdiensten präferiert, aufgrund der beschränkten Übertragungskapazitäten des MUX B konnten daher die 16 Radioanbieter in der Auswahl nicht berücksichtigt werden.

"Wir sind sehr froh, dass wir von der so kompetenten und erfahrenen Expertengruppe bei der Auswahl unterstützt werden," so Michael Wagenhofer weiter. "Wir haben uns ihrer Empfehlung angeschlossen und laden jene Veranstalter, die die Entscheidungskriterien am besten erfüllt haben, zu Detailverhandlungen ein."

Jene Anbieter, die nicht auf der Short List gereiht sind, werden auf eine Warteliste gesetzt und haben die Chance, nachträglich zu Detailverhandlungen eingeladen zu werden, sollten andere Veranstalter ausscheiden. Der dritte Multiplex (MUX C), dessen Ausschreibung gerade durch die KommAustria vorbereitet wird, wird v. a. lokalen Veranstaltern eine zusätzliche Möglichkeit bieten, via DVB-T übertragen zu werden.

Mehr Programm über Antenne ab Oktober 2007 geplant

Bis Mitte Juni sollen die Detailverhandlungen zwischen ORS und den Anbietern abgeschlossen sein. Dann wird feststehen, welche Veranstalter ihre Programme via DVB-T übertragen werden. Der Start für die zusätzlichen TV-Angebote ist für Oktober 2007 geplant, sobald die Hauptsendeanlagen in Wien und den Landeshauptstädten endgültig auf DVB-T umgerüstet sind und somit Frequenzressourcen für MUX B frei sind.

"Einer der zentralen Vorteile der Digitalisierung des Antennenfernsehens ist die Steigerung der Programmvielfalt. Mit der Belegung von MUX B können wir diese den Zuseherinnen und Zusehern bieten," führt Michael Wagenhofer aus. "Die endgültige Umstellung auf DVB-T startete am 5. März 2007 am Pfänder in Bregenz und geht in den kommenden Monaten Richtung Osten weiter. Der Endgeräte-Verkauf fällt mit 150.000 abgesetzten DVB-T Empfängern, darunter 60.000 mhp MultiText-fähigen DVB-T Boxen, sehr zufrieden stellend aus."

Über die Österreichische Rundfunksender GmbH & Co KG (ORS)

Die Österreichische Rundfunksender GmbH & Co KG (ORS) zeichnet für Aufbau und Betrieb der technischen Infrastruktur für DVB-T in Österreich verantwortlich. Das Unternehmen entstand Anfang 2005 aus der Sendetechnik des ORF und steht zu 60% im Eigentum des ORF und zu 40% im Eigentum der zur Raiffeisen-Gruppe zählenden Medicur Sendeanlagen GmbH. Als Österreichs führendes Serviceunternehmen für analoge und digitale Rundfunkübertragung betreibt die ORS für ihre Kunden ein weitläufiges Sendernetz an knapp 500 Standorten. Weiters ist die ORS als technisches Dienstleistungsunternehmen im Bereich digitales Satellitenfernsehen tätig. Zu den Kunden der ORS zählen führende Unternehmen aus den Bereichen Fernsehen (z.B. ORF, ATVplus, goTV, Arena), Hörfunk (z.B. Ö1, Ö2, Ö3, Kronehit Radio), Mobilfunk (z.B. mobilkom austria, ONE, tele.ring) oder Energie (z.B. EVN).

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