Expertenforum Beton Graz: Höhere Gestaltungsqualität von Freiräumen - Steirische Kommunen zeigen neue technologische Lösungen

Graz (OTS) - Mit der Erneuerung der öffentlichen Flächen nimmt die Bedeutung der Freiraumplanung wieder zu. "Freiräume sind Ausdruck gesellschaftlichen Gestaltungswillens", erklärte dazu DI Felix Friembichler, Geschäftsführer der Vereinigung der Österreichischen Zementindustrie, beim Expertenforum zum Thema Gestaltungsqualität von Freiräumen am 19. April 2007 ein in Graz.

"Öffentliche Räume sind mehr als nur Verkehrsflächen und Zwischen-Räume" hält Friembichler fest, "Die Symbolik der Flächen hat mehr denn je grundlegende Bedeutung für das soziale Umfeld. Daher sind reine Billigstlösungen und technokratische Entscheidungen ohne Gestaltungswillen nicht mehr zeitgerecht".

Steirische Kommunen zeigen hervorragende Lösungen

Wie moderne kreative Ortsbildgestaltung mit Betonsteinpflaster aussehen kann, zeigt die gelungene Neugestaltung des Hauptlatzes von Leibnitz. Ziel, so Stadtbaudirektor Heinz Klampfl, war es, diesen neu zu gestalten und multifunktionell nutzen zu können. Das verwendete Pflaster, wurde speziell für dieses Projekt entwickelt.

Ein weiteres gelungenes Beispiel ist die Pflasterung der Wallfahrtsgemeinde Mariazell. Das Ergebnis der Gestaltung wird den gestalterischen Anforderungen der unterschiedlichen Zonen der Gemeinde, den Ansprüchen der touristisch geprägten Umgebung und dem Charakter des Ortes voll gerecht.

Für Wojciech Czaja, Architekturjournalist, bedeutet Freiraum-planung nicht zwangsweise den Einsatz von Grün. Man könne auch mit Steinen planen und bauen. Ein herausragendes Beispiel dafür ist die Neugestaltung der Innenstadt von Innichen in Südtirol.

Gepflasterte Flächen bieten auch ökologische Vorteile. Die Zwischenräume der Pflasterung ermöglichen es, dass rund 50 Prozent des Regenwassers örtlich versickern - das ist wichtig für den Grundwasserhaushalt und eine Entlastung für die Kanalsysteme. "Betonsteine ermöglichen architektonisch gestaltete Freiflächen, die höchsten Ansprüchen gerecht werden und auf ihre Lebensdauer gesehen mit anderen Flächengestaltungen wirtschaftlich gleichziehen konnten", sagte DI Gernot Brandweiner, Geschäfts-führer der Verbands Österreichischer Beton- und Fertigteilwerke.

Öffentliche Räume als gesellschaftliche Ressource

Als "wichtige Identifikationsobjekte" der Bewohner sieht die Landschaftsarchitektin Prof. Andrea Cejka die öffentlichen Räume einer Kommune. Cejka: "Womit sich die Bewohner am meisten identifizieren sind Dorf- und Kirchplatz oder die Hauptstraße". Dort passiere das soziale Leben der Gemeinde. So sei es bei Planungen wichtig, Freiräume nicht als Zwischenräume, sondern als wertvolle gesellschaftliche Ressource zu sehen.

Innovative Pflaster-Jumbos prägen Freiflächen neuen Stils

Einer der aktuellsten Trends in der Gestaltung öffentlicher Flächen ist der Einsatz großformatiger Pflasterelemente. Innovative Betonrezepturen machen es möglich, die hochbelastbaren Plattenoberflächen in ihrer Gestaltung auch an historische Umgebungen anzupassen. Beispiel: Museumsquartier Wien

Bereits bei Planung Belastung und Art der Nutzung beachten

Dipl. HTL. Ing. Jochen Wieser von Rieder Außenanlagen:"Neben den gestalterischen Aspekten darf nicht auf die bautechnischen Anforderungen vergessen werden." Bei der Planung sind daher die zu erwartende Verkehrsbelastung und die Art der Nutzung zu beachten, die die Grundlage für Formatgrößen und Dimensionierung bilden.

Entwicklung von hochbelastbarem Betonsteinpflaster

Herkömmliche Pflaster halten den heutigen Verkehrsbelastungen mit hohen Achsdrücken und enormen Kräften, die beim Bremsen von Schwerfahrzeugen auftreten können, oft nicht mehr stand. Neue Betonpflaster mit patentierter Gestaltung der Seitenflächen ermöglichen sowohl eine kostengünstige maschinelle Verlegung als auch eine hohe Belastung.

Lebenszykluskosten unterscheiden Bestbieter von Billigstbietern

Die lange Lebensdauer moderner Betonpflasterungen und die Wiederverwendbarkeit von Steinen im Fall von Baumaßnahmen gehören zu den wesentlichsten Vorteilen moderner Pflaster-Lösungen. "Die öffentliche Hand ist daher gut beraten, bei der Bewertung von Angeboten nicht nur die reinen Herstellungskosten einzubeziehen. Man muss bei der wirtschaftlichen Betrachtung auch Lebensdauer, Erhaltungs- und Reparaturkosten und - im Hinblick auf den Umweltschutz - auch spätere Entsorgungskosten beachten", erklärte Mag. Karl Weissenböck, Vorsitzender des Forums Qualitätspflaster. Beim Expertenforum Beton wurde daher eine Bewertungsmatrix für Ausschreibungen, die diesen Kriterien Rechnung trägt, präsentiert.

Pflaster sind langfristig wirtschaftliche Lösung

Mag. Gabriela Prett-Preza, Produktmagerin des Forums Qualitätspflaster dazu:" Im Vergleich zu anderen Bauweisen hat Betonsteinpflaster, das im Sandbett verlegt wurde, den Vorteil, dass nachträgliche Einbauten einfach sind und die Wiederherstellung der Fläche ohne optische Folgen möglich ist."

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