• 22.04.2007, 11:12:57
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Armutsfalle Öffis: Einkommensschwache müssen voll zahlen

Höchste Zeit für soziale Tarifgestaltung. Auch Menschen mit wenig Geld müssen zum Arzt, aufs Amt oder Kinder von der Schule abholen.

Wien (OTS) - "Freifahrt bzw. Ermäßigung bei Bus und Bim für
Einkommensschwache und Armutsbetroffene", fordert die Armutskonferenz
angesichts der aktuellen Tariferhöhungen. "Es ist höchste Zeit für
eine soziale Gestaltung der Tarife der öffentlichen Verkehrsmittel in
Wien. Es gibt keinen Grund, warum Menschen von notwendigster
Mobilität ausgeschlossen werden sollen, nur weil ihnen die
finanziellen Mittel dazu fehlen", so Sozialexperte Martin Schenk.

"Das ist eine richtige Armutsfalle. Auch Menschen mit wenig Geld
müssen zum Arzt, aufs Amt oder Kinder von der Schule abholen.", weiß
Sozialexperte Martin Schenk aus Erfahrung. Die meisten
Armutsbetroffenen in Wien müssen voll in Bus und Bim zahlen, mit
einem Einkommen, das nicht einmal für die notwendigsten Ausgaben bei
Wohnen, Heizen, Ernährung, Kindersachen reicht", so Sozialexperte
Schenk.

"Bei einer sozialen Tarifgestaltung könnte man sich am Prinzip des
Heizkostenzuschusses orientieren. Das würde genau Armutsbetroffenen
helfen. Denn die zur Zeit einzige Ermässigung über den Sozialpass
erfasst nicht einmal ein Fünftel der SozialhilfebezieherInnen. Und
nicht nur Sozialhilfebezieher leben unter der Armutsgrenze, wenn man
an Familien im Niedriglohnsektor und an die neuen working poor
denkt.", so das österreichische Anti-Armutsnetzwerk abschließend.

Rückfragehinweis:
DIE ARMUTSKONFERENZ. - Österreichisches Netzwerk gegen Armut und
soziale Ausgrenzung.
www.armutskonferenz.at
Rückfragen: 0664/ 544 55 54
Koordinationsbüro: 01/ 402 69 44

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