Vilimsky: Nach brutaler Hinrichtung dreier Christen muß EU Verhandlungen mit Türkei sofort auf allen Ebenen abbrechen!

FPÖ wird als einzige Partei Österreichs weiter Klartext reden und einen EU-Beitritt mit allen Mitteln zu verhindern suchen

Wien (fpd) - Nach der brutalen Hinrichtung dreier Christen in der Türkei ist ein sofortiger Abbruch der Verhandlungen zwischen Brüssel und Ankara unausweichlich. Die Drangsalierung der schätzungsweise 100.000 Christen in der Türkei hat damit einen neuen traurigen Höhepunkt erreicht. Die Türkei ist offensichtlich derart weit von der europäischen Wertegemeinschaft entfernt, daß es keine Brücken im Sinne einer EU-Mitgliedschaft geben kann. Diese Feststellung traf heute FPÖ-Generalsekretär NRAbg. Harald Vilimsky. ****

Nach einem Bericht der Zeitung "Hürriyet" wurden die Opfer ermordet, um den Islam zu schützen. "Wir haben das nicht für uns selbst getan, sondern für unsere Religion", zitierte die türkische Tageszeitung die Verdächtigen. Der Überfall sei "eine Lektion für die Feinde unserer Religion". Jene Attentäter, welche ein christliches Verlagshaus überfielen, haben ihre Opfer an Händen und Füßen gefesselt und ihnen die Kehlen durchgeschnitten.

Als "Provokation der Sonderklasse" bezeichnete es Vilimsky, daß die EU-Kommission in Reaktion darauf die Türkei lediglich ersucht habe, als Beitrittskandidat "die Menschenrechte zu respektieren, darunter die Religionsfreiheit". Auf die Beitrittsverhandlungen habe die gewaltsame Hinrichtung allerdings keine Auswirkungen, so die Sprecherin von EU-Erweiterungskommissar Olli Rehn, Krisztina Nagy. "Diese Europäische Union", so Vilimsky, "hat weder Werte noch Grundsätze, sondern ist nur noch eine Gemeinschaft von Industriemagnaten und Wirtschaftskapitänen, die durch ihren Erweiterungswahn für viele einst prosperierende Staaten Europas - wie auch Österreich - eine rasante soziale Nivellierung nach unten vorantreiben und sich dafür einen Brüsseler Entscheidungsträger nach dem anderen kaufen, wie die permanente Berichterstattung über Korruption in Brüssel dokumentiert".

"Bei der ÖVP ist sowieso Hopfen und Malz verloren, denn "dank" Wolfgang Schüssel wurde es überhaupt erst möglich, daß es Verhandlungen der EU mit Ankara gibt. Bei dieser ÖVP erschreckt es auch nicht mehr, daß angesichts der aktuellen, tragischen Vorfälle niemand von der Volkspartei bereit ist, ein kritisches Wort zu verlieren, daher macht es auch keinen Sinn, die heimische ÖVP in ihre christlich-konservative Verantwortung zu nehmen. Die FPÖ wird in dieser Frage jedenfalls weiter Klartext reden und einen allfälligen Beitritt der Türkei zur EU mit allen politischen Mitteln zu verhindern suchen", so der FPÖ-Generalsekretär. (Schluß)

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