Wiener Börse - Turbo für Mid-Caps

Wien (OTS) - Mayr-Melnhof, Palfinger & Co haben sich seit ihrem
Gang an die Wiener Börse bestens entwickelt - internationale Investoren an österreichischen Mid-Caps stark interessiert - hohe Aufmerksamkeit durch intensivierte Medienpräsenz

Die österreichischen Mid-Caps, das sind Unternehmen mit mittelgroßer Kapitalisierung von 100 Mio. bis 5 Mrd. Euro, sind allesamt Erfolgsunternehmen an der Wiener Börse: Sie werden zunehmend profitabler und globaler und konnten in den vergangenen Jahren ihren Börsenwert durchschnittlich um 33 % pro Jahr steigern. Damit bilden die Mid-Caps, 70 % der Unternehmen im Prime Market, ein wichtiges Segment an der Wiener Börse. Das bestätigt die aktuelle Studie "Österreichische Mid-Cap Unternehmen und ihre Erfolge" von Arthur D. Little Austria, die heute im Rahmen einer Pressekonferenz präsentiert wurde. In der Studie wurde die Entwicklung von insgesamt elf österreichischen Mid-Cap Unternehmen analysiert: Agrana, Andritz, BWT, Constantia Packaging, Mayr-Melnhof, Palfinger, RHI, Rosenbauer, Semperit, Wienerberger und Wolford.

"Die hervorragende Entwicklung der Unternehmen basiert selbstverständlich in erster Linie auf den Erfolgen des jeweiligen Unternehmens. Aber auch die Wiener Börse leistet ihren Beitrag indem sie den gelisteten Unternehmen den Zugang zu internationalen Investoren ermöglicht - immerhin wird bereits mehr als die Hälfte des Handelsumsatzes von internationalen Banken getätigt", betont Dr. Heinrich Schaller, Mitglied des Vorstandes der Wiener Börse AG. Die Wiener Börse ist somit international, dennoch bleibt sie überblickbar: "Und an einer überschaubaren nationalen Börse haben auch Unternehmen mittlerer Größe die Chance auf optimale Betreuung durch professionelle Finanzdienstleister und eine erhöhte Beachtung durch Investoren. Dies ist ein maßgeblicher Grund, warum sich Aktienumsätze und Aktienkurse am Heimmarkt des Unternehmens besser entwickeln als an Auslandsbörsen", meint Schaller.

Bernhard Nagiller, Arthur D. Little-Berater und Studienautor, präsentierte einige Highlights aus der Untersuchung: "Österreichische Mid-Caps sind nicht - wie oft fälschlich angenommen - alteingesessene Unternehmen mit wenig Dynamik. Vielmehr handelt es sich um starke, globale Spieler, die in ihrem jeweiligen Segment zu den Top-5-Anbietern gehören. Dafür verantwortlich sind - neben dem Erfolgsfaktor Börsegang - einerseits der klare strategische Fokus auf eine Branche, und andererseits eine sehr erfolgreiche M&A Strategie. So investierten 80 % der untersuchten Unternehmen mehr als die Hälfte des durch die Börsegänge generierten Kapitals in Akquisitionen und damit in zukünftiges Wachstum."

Erfolgsfaktoren Medienpräsenz und Mitarbeiterkonstanz

Auch die Medienpräsenz trägt zur erfolgreichen Entwicklung bei, wie die Arthur D. Little-Studie aufzeigt: Fast alle analysierten Unternehmen konnten ihre Medienpräsenz im Jahr des Börsegangs um mehr als 100 % steigern. Diese Bekanntheitssteigerung erfolgte dabei unabhängig von der Größe des Unternehmens und wird von den Mid-Caps vor allem im Vertrieb, in der Mitarbeiterrekrutierung und in der Öffentlichkeitsarbeit genutzt.

Die österreichischen Mid-Caps konzentrieren sich eher auf langfristige Wertschaffung als auf kurzfristigen Maßnahmen, die mit hohem Risiko verbunden wären, was sich aus Sicht des Studienautors Nagiller mit der Eigentümerstruktur erklären lässt: "Sieben der elf Unternehmen befinden sich zu mehr als 15 % im Privatbesitz, bei vier beträgt der Privatanteil über 50 %. Dieser hohe Privatanteil spiegelt sich in einer langfristigen Sichtweise bei strategischen Entscheidungen sowie in einer hohen Personalkonstanz wieder." Die Unternehmen, so Nagiller, profitieren von der sehr hohen Mitarbeiterkonstanz: So gab es bei einem analysierten Unternehmen in 60 Jahren beispielsweise nur drei Managementgenerationen (im Vergleich dazu wechseln in vielen Blue-Chip-Unternehmen die Vorstände oft alle vier Jahre). In einem anderen untersuchten Unternehmen sind die Mitarbeiter durchschnittlich 15 Jahre im Unternehmen und in den letzten Jahren gab es keine wesentliche Fluktuation bei den Führungskräften.

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