Hört Ihr Kind gut? - Je früher eine Schwerhörigkeit festgestellt wird, desto besser

Baierbrunn (OTS) - Stellen Sie sich vor Sie hören nichts, kein Radio, kein Lachen, kein Vogelgezwitscher. So geht es jährlich 2.000 neugeborenen Babys.
Ihre Hörschäden werden in der Regel zwischen dem zweiten und vierten Lebensjahr festgestellt. Und das ist viel zu spät, meinen Experten. Warum es so entscheidend ist, dass man mangelndes Hörvermögen so früh wie möglich feststellt, erklärt Chefredakteurin Stefanie Becker vom Apothekenmagazin Baby und Familie:

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In den ersten Lebensjahren bilden sich durch das Hören wichtige Verknüpfungen im Gehirn, die ermöglichen es uns erst, Worte und Geräusche zu unterscheiden und gut sprechen zu lernen. Je früher Hörprobleme erkannt und behandelt werden, desto ungestörter kann dieser Prozess ablaufen. Ein Kind, das erst mit sieben Jahren oder später eine Hörhilfe erhält, kann nur noch schwer gut sprechen lernen, dazu fehlen dann einfach wichtige Verschaltungen im Gehirn.

Da Früherkennung also so wichtig ist, führen vielen Kliniken einen Hörtest, ein so genanntes Hörscreening durch. Was ist das für ein Test?

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Dieser Test prüft das Hörvermögen von Neugeborenen. Die Untersuchung wird wenige Tage nach der Geburt durchgeführt. Sie dauert nur wenige Minuten und tut dem Baby nicht weh. Der Test, der etwas 20 Euro kostet, ist allerdings noch kein Standard den die Krankenkassen bezahlen. Im Sommer will der gemeinsame Bundesausschuss jedoch darüber beraten, ob dieses Hörscreening bundesweit eingeführt werden soll.

Wenn es um das eigene Kind geht, wollen Eltern nicht untätig sein. Wie kann man testen, ob das Kind gut hören kann?

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Eine genaue Diagnose kann nur der Arzt stellen, aber Eltern können auf einige Zeichen achten. Ab einem Alter von 6 Wochen sollte das Baby beispielsweise auf laute Geräusche, wie etwa eine Türklingel oder ein Händeklatschen reagieren. Auch wenn es ab 6 Monaten nicht mehr brabbelt und sich sprachlich zurückentwickelt, ist dies ein Warnsignal. Dann sollten Eltern zum Kinderarzt gehen.

Sollte ein Hörschaden festgestellt werden, gibt es heute schon exzellente Möglichkeiten, damit das Kind nicht in eine Zeit der Stille versinkt, sondern am Leben mit Geräuschen teilnehmen kann, berichtet Baby und Familie und beschreibt, wie beispielsweise Hör-Implantate funktionieren.

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Originaltext: Wort und Bild - Baby und Familie

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