Neugebauer: Gleiche Leidenschaft Schmieds bei Verbesserung der Schulqualität wie bei Schulorganisationsdebatten gefordert

Bei Bildungsdebatten endlich wieder Schülerinnen und Schüler in den Mittelpunkt der Diskussion rücken

Wien, 20. April 2007 (ÖVP-PK) Wer glaube, die Chancen der Kinder und Jugendlichen lediglich mit Debatten über die Bildungsorganisation verbessern zu können, „hat nicht verstanden, worum es in der Bildungspolitik geht“, sagte heute, Freitag, ÖVP-Bildungssprecher Abg.z.NR Fritz Neugebauer, der die
Verantwortlichen im Bildungsbereich aufforderte, „endlich wieder das Wohl der Schülerinnen und Schüler in den Mittelpunkt der Diskussion zu stellen“. Die ÖVP habe dahingehend ihre deutliche Handschrift im Regierungsübereinkommen hinterlassen und eine Reihe von Maßnahmen zur Verbesserung der Unterrichtsqualität verankern können. „Nun erwarten wir uns, dass Unterrichtsministerin Schmied diese vereinbarten Maßnahmen mit der gleichen Leidenschaft und Geschwindigkeit angeht, wie sie von schulorganisatorischen Änderungswünschen spricht“. ****

Der ÖVP-Bildungssprecher wies darauf hin, dass von den im Regierungsübereinkommen vereinbarten Maßnahmen zu den Bereichen Qualitätssicherung und Fördermaßnahmen „noch keine einzige angegangen worden ist“. Außerdem erwarte sich der ÖVP-Bildungssprecher auch alsbald Vorschläge Schmieds, wie sie die Erarbeitung neuer pädagogischer Interventionsmöglichkeiten angehen wolle. Zudem forderte Neugebauer eine „baldige gesetzliche Umsetzung der Absenkung der Klassenschülerhöchstzahl“.

Für die im Regierungsprogramm vereinbarte Expertengruppe zur Frage der Schulorganisation forderte Neugebauer, „diese Arbeitsgruppe auch wirklich so zu besetzen, wie das in den Koalitionsvereinbarungen vorgesehen war“: Nämlich als Gremium, in dem nationale und internationale Expertinnen und Experten Erfahrungen und Studien aus den unterschiedlichsten Bereichen und Ländern diskutieren sollten. „Denn so, wie das die SPÖ manchmal darstellen will, ist es nicht: Es ist nicht alles Gold, was im Gesamtschulmantel glänzt“, verwies der ÖVP-Bildungssprecher etwa auf die Erfahrungen aus dem deutschen Hessen, in dem das „Gesamtschulsystem an seinem Ende angelangt ist“. Die Qualität der Abgänger aus dem hessischen Schulsystem könne sich etwa mit der der Absolventen des bayrischen Systems mit seinem differenzierten Angebot nicht messen.

Wesentlich für den Erfolg der geplanten Arbeitsgruppe werde es sein, „dass sich diese wie vereinbart nicht bloß mit organisatorischen Fragen rund um die Sekundarstufe 1, also die Schulen der 10-14-Jährigen, beschäftigt“, forderte der ÖVP-Bildungssprecher. In den Verhandlungen zum Regierungsübereinkommen sei ausdrücklich vereinbart worden, „dass eine derartige Expertengruppe gesamthaft schulorganisatorische Fragen, die in den vergangenen Jahren aufgeworfen wurden, diskutieren soll“, verwies Neugebauer, der das Regierungsübereinkommen für den Bildungsbereich mitverhandelt hat, auf Diskussionen etwa über eine Verlängerung der Schulpflicht oder ein fünftes Volksschuljahr.

Die Österreichische Volkspartei werde jedenfalls weiterhin darauf drängen, „dass das, was wir gemeinsam mit der SPÖ im Regierungsübereinkommen verankert haben“, auch wirklich umgesetzt werde. „Herausforderungen sind genügend da“, so Neugebauer, nun sei es wesentlich, „dass die Unterrichtsministerin diese auch annimmt“. Denn gemessen werde Schmied daran, „ob sie das Vereinbarte auch umsetzt. Und da hat sie noch viel vor!“

Rückfragen & Kontakt:

ÖVP Bundespartei, Abteilung Presse und Medien
Tel.:(01) 401 26-420; Internet: http://www.oevp.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPK0001